Schelladler Alaska nach sechs Wochen in Freiheit wieder in Sicherheit
Dörthe ScheuermannSchelladler Alaska nach sechs Wochen in Freiheit wieder in Sicherheit
Ein Megabad Seeadler der Art Schelladler mit dem Namen Alaska ist wieder sicher in Gewahrsam, nachdem er aus dem Falknereizentrum Harz in Bad Sachsa entkommen war. Der Vogel, der fast sechs Wochen auf freiem Fuß war, wurde am Mittwochnachmittag auf einem örtlichen Minigolfplatz entdeckt.
Alaska war bereits vor mehreren Wochen aus dem Falknereizentrum verschwunden. Zwar wurde der Adler anfangs noch in der Nähe von Bad Sachsa gesichtet, doch seine Fähigkeit, weite Strecken zurückzulegen – Hundert Kilometer am Tag sind für ihn kein Problem –, erschwerte die Suche erheblich. Anders als wilde Artgenossen wurde Alaska in Gefangenschaft aufgezogen und hatte nie das Jagen gelernt, weshalb er Schwierigkeiten hatte, Nahrung zu finden.
Falkner Rochus Brotzer spürte den Vogel schließlich am Mittwoch auf. Die Wiederergreifung gelang auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa und beendete damit die langwierige Suche. Schelladler sind in der deutschen Falknerei eine Seltenheit – bundesweit werden derzeit nur 20 bis 30 dieser Greifvögel gehalten. Die meisten leben im Falknereizentrum Riesa in Sachsen oder in der Falknerei Löwenburg in Wolfenbüttel, Niedersachsen.
Alaskas Rückkehr markiert das Ende einer entbehrungsreichen Zeit ohne ausreichende Nahrung. Durch die Wiederergreifung ist nun sichergestellt, dass der Adler die nötige Pflege erhält. Falknerei-Experten werden in den kommenden Tagen seinen Gesundheitszustand nach den Wochen in Freiheit überprüfen.






