16 January 2026, 13:14

Schicksalsentscheid: Wesenstest für tödlich attackierenden American Bully XL steht bevor

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines mittelgroßen Hundes mit dickem Fell, weiten Augen, aufgerichteten Ohren und einer eingekringelten Rute, mit der Beschriftung "Studie eines tollwütigen Hundes" unten.

Aggressiv oder gefährlich? Wenn Hunde eine Temperamentsprüfung absolvieren müssen - Schicksalsentscheid: Wesenstest für tödlich attackierenden American Bully XL steht bevor

Ein American-Bully-XL-Hund aus Lohne in Niedersachsen wird in Kürze einem Wesenstest unterzogen, der über sein weiteres Schicksal entscheidet. Die Überprüfung erfolgt nach einem tödlichen Angriff, bei dem der Halter des Amex-Hundes ums Leben kam. Die Behörden müssen nun klären, ob der Hund unter strengen Auflagen bei seinem Besitzer bleiben darf oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Vorfall ereignete sich in Lohne, wo ein Mann nach einem Angriff durch seinen eigenen American Bully XL starb. Der beteiligte Amex-Hund befindet sich derzeit in einem Tierheim und wartet auf die weitere Begutachtung.

Vor dem Wesenstest wird der Hund tierärztlich untersucht. Der Test selbst umfasst ein Gespräch mit dem Halter, Verhaltensbeobachtungen des Amex-Hundes sowie die Simulation von Alltagssituationen. Ziel ist es, die soziale Verträglichkeit des Hundes zu bewerten und Anzeichen von Aggression oder gestörtem Verhalten zu erkennen. Besteht der Hund die Prüfung, könnte er unter Auflagen – wie Maulkorb- oder Leinenpflicht – bei seinem Besitzer bleiben. Fällt er durch, kommen Alternativen wie eine Vermittlung in andere Hände, eine Verhaltenstherapie oder, in extremen Fällen, die Euthanasie infrage. Letztere würde nur dann verhängt, wenn der Hund eine ernsthafte Gefahr für Menschen darstellt oder an einer unbehandelbaren Erkrankung leidet.

Die Testergebnisse werden maßgeblich über die Zukunft des Amex-Hundes entscheiden. Je nach Ausgang könnte der Hund mit strengen Vorgaben zu seinem Halter zurückkehren, eine Schulung durchlaufen oder mit härteren Konsequenzen rechnen müssen. Die Behörden werden ihre Entscheidung nach Abschluss der Bewertung bekannt geben.