14 March 2026, 14:33

Schleswig-Holstein fördert klimaneutrale Wärmewende mit Millionenhilfen für Kommunen

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."

Förderung für den Wärmetransition in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein fördert klimaneutrale Wärmewende mit Millionenhilfen für Kommunen

Schleswig-Holstein will bis 2040 klimaneutral werden – und setzt dabei auf den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in der Wärmeversorgung. Ein zentraler Baustein des Plans ist die Umstellung veralteter Heizsysteme im gesamten Land. Um Gemeinden bei diesem Wandel zu unterstützen, stellt die Landesregierung nun finanzielle Fördermittel bereit.

Das neue Förderprogramm richtet sich an Kommunen, lokale Behörden und Zweckverbände. Sie können Zuschüsse beantragen, um den Umstieg von fossilen Heizsystemen voranzutreiben – insbesondere in Gebieten, die nicht an Fernwärmenetze angeschlossen sind. Ziel ist es, Stadtteile zu unterstützen, die derzeit noch auf überholte, CO₂-lastige Anlagen angewiesen sind.

Umweltminister Tobias Goldschmidt betont die Vorteile einer modernen, klimafreundlichen Wärmeinfrastruktur. Seiner Ansicht nach senken zeitgemäße Heizlösungen nicht nur die Emissionen, sondern entlasten langfristig auch die Haushaltskassen der Bürgerinnen und Bürger. Die Förderung deckt unter anderem Beratungsleistungen und praktische Maßnahmen ab, um den Übergang zu erleichtern.

Wie viele Gebiete konkret betroffen sind, ist noch unklar. Allein der Energiedienstleister HanseWerk versorgt jedoch elf Kreise und über 450 Kommunen im Land. Die Initiative konzentriert sich darauf, Lücken zu schließen, wo keine Fernwärme verfügbar ist – damit keine Gemeinde bei der Wärmewende zurückbleibt.

Das Förderprogramm steht ab sofort für antragsberechtigte Vorhaben offen. Erfolgreiche Projekte sollen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und Schleswig-Holstein einen Schritt näher an das Klimaziel 2040 bringen. Die Verantwortlichen erwarten, dass das Programm den Ausbau nachhaltiger Heizlösungen in bisher unterversorgten Regionen beschleunigt.

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