Schleswig-Holstein plant Pauschalgebühr für unbegrenztes ÖPNV-Fahren statt Einzeltickets
Siegrid RöhrichtSchleswig-Holstein plant Pauschalgebühr für unbegrenztes ÖPNV-Fahren statt Einzeltickets
Schleswig-Holstein plant Pauschalgebühr für kostenlosen ÖPNV
Ein neuer Vorschlag in Schleswig-Holstein könnte dazu führen, dass Einwohner künftig einen kleinen monatlichen Beitrag für unbegrenzte Nutzung des db ticket zahlen. Die Grünen haben diese verpflichtende Abgabe vorgeschlagen, um landesweit kostenloses Fahren zu finanzieren. Wird der Plan genehmigt, würden klassische deutsche bahn tickets durch eine Pauschale von unter 10 Euro pro Person und Monat ersetzt.
Der Vorstoß knüpft an die Testphase des deutschland ticket an, das im Sommer 2024 eingeführt wurde. In Frankfurt stieß das Modell auf große Zustimmung: 750 Teilnehmer verzichteten auf ihr Auto, zwei Drittel der beteiligten Haushalte stiegen komplett auf öffentliche Verkehrsmittel um. Die Nutzungsbereitschaft stieg von 40 auf 58 Prozent.
Die Reaktionen fielen jedoch nicht überall positiv aus. In Düsseldorf kritisierten Nutzer Verspätungen, häufige Streiks und unfreundliches Personal. Viele äußerten zudem Frust über nicht eingehaltene Mobilitätsgarantien und wiesen auf Uneinheitlichkeiten bei der Umsetzung hin.
Laut dem Schleswig-Holstein-Modell sollen die Einnahmen aus der Pflichtabgabe den Landesanteil an der Förderung des deutschlandticket decken. Gleichzeitig würden damit Einnahmeausfälle durch den Wegfall von Einzeltickets ausgeglichen. Ziel ist es, den ÖPNV attraktiver zu machen und gleichzeitig die Finanzierung des Systems zu sichern.
Die Grünen schlagen damit ein günstiges Pauschalmodell für unbegrenztes Fahren vor. Sollte es umgesetzt werden, könnte es die Mobilität in der Region grundlegend verändern. Die Erfahrungen mit ähnlichen Modellen in anderen Städten könnten die Entscheidung beeinflussen.






