16 February 2026, 18:08

Schmotziger Dunschtig begeistert trotz Kälte mit uralten Fasnachtsbräuchen und spektakulären Narren

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht sitzt auf einem mit Laub geschmückten Festwagen bei einem Umzug, einige halten Musikinstrumente, mit Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.

Faschingssturm trifft Rottweil - wild, bunt und unerschütterlich - Schmotziger Dunschtig begeistert trotz Kälte mit uralten Fasnachtsbräuchen und spektakulären Narren

Tausende Feiernde trotzten eisigen Temperaturen, um den Schmotzigen Dunschtig in Südwestdeutschland zu begehen. Die Straßen füllten sich mit maskierten Gestalten, Blasorchestern und der traditionellen Fasnachtsstimmung, als die schwäbisch-alemannische Region eines ihrer ältesten und lebendigsten Feste feierte. Im Mittelpunkt stand Rottweils berühmter Narrensprung – ein Spektakel, das trotz der Kälte die Massen anzog.

Der Tag begann früh in Rottweil, wo Reiter und Musiker durch das historische Schwarze Tor zogen. In aufwendigen Häs-Kostümen – oft kombiniert mit handgeschnitzten Holzlarven – eröffneten sie die Feierlichkeiten mit Musik und Bewegung. Viele der Gewänder ließen sich von lokalen Mythen, Stadtgeschichte oder fantastischen Wesen inspirieren und verleihen dem Umzug Farbe und Charakter.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Rottweiler Narren, die ihre typischen Stangenweitsprünge vorführten. Mit langen Holzstangen überwanden sie Hindernisse in waghalsigen Sprüngen. Tausende Zuschauer säumten die Straßen und verfolgten, wie die kostümierten Gruppen die Stadt mit Energie füllten. Die Tradition zählt zu den ältesten Deutschlands, und die Teilnahme bleibt seit Jahrzehnten stark: Allein das Große Narrentreffen 2024 in Weingarten lockte über 10.000 Maskenträger aus 76 Zünften an, während frühere Veranstaltungen wie das Dammfest 2006 mehr als 9.000 Teilnehmer verzeichneten.

Am Nachmittag verlagerte sich das Geschehen nach Schramberg. Dutzende kostümierte Teams ließen in geschmückten Holzbütten die Schiltach hinabrasen – eine verspielte Ergänzung zum Tagesprogramm. Die Mischung aus Umzügen, Aufführungen und Flussrennen hielt die Menge bis in den Abend hinein in Atem.

Der schwäbisch-alemannische Fasching bewies einmal mehr seine ungebrochene Anziehungskraft, mit großem Andrang trotz des Wetters. Von Rottweils akrobatischen Narren bis zu Schrambergs Flussrennen verbanden die Feierlichkeiten uralte Bräuche mit lebhafter Volksbeteiligung. Die Traditionen der Region gedeihen weiter und ziehen Jahr für Jahr sowohl Einheimische als auch Besucher in ihren Bann.

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