27 April 2026, 10:39

Schneider blockt Kerosin-Steuererleichterungen: "Luftfahrt muss endlich umdenken"

Plakatankündigung eines Luftfahrtfestes in München am 25. August 1935, das ein Flugzeug zeigt, das durch den Himmel fliegt, mit anderen Flugzeugen im Hintergrund.

Schneider blockt Kerosin-Steuererleichterungen: "Luftfahrt muss endlich umdenken"

Umweltministerin Svenja Schneider lehnt Forderungen der Luftfahrtbranche nach Steuererleichterungen für Kerosin oder einer Aussetzung des Emissionshandels entschieden ab. Mit klaren Worten betonte sie, die Airlines müssten auf nachhaltige Kraftstoffe umsteigen, statt sich auf veraltete fossile Praktiken zu verlassen. Die Äußerungen fielen im Kontext der sich verschärfenden Energiekrise, die sie als die schwerste globale Herausforderung der jüngeren Zeit bezeichnete.

Die SPD-Politikerin Schneider charakterisierte die aktuelle Lage als schweren Dämpfer für das Wirtschaftswachstum. Zwar müsse die Energiewende bezahlbar bleiben, doch Priorität habe nun ihre beschleunigte Umsetzung. Als deutliche Warnung verwies sie auf den Iran-Konflikt und forderte einen noch rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Gleichzeitig stellte sie infrage, ob die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgeschlagenen Reformen wie geplant umgesetzt werden könnten. Die Bundesregierung arbeite zwar daran, die Folgen der Krise einzudämmen – etwa mit Maßnahmen gegen steigende Arbeitslosigkeit. Doch Schneider warnte, dass finanzielle Lösungen allein nicht ausreichten: Die staatlichen Mittel seien schnell erschöpft.

Die Luftfahrtbranche hatte mit Forderungen nach vorübergehenden Entlastungen gedrängt, doch Schneider wies diese zurück. Stattdessen forderte sie die Branche auf, nachhaltige Alternativen zu nutzen, und machte klar: Die alten Geschäftsmodelle seien nicht mehr tragfähig.

Ihre Haltung zeigt einen harten Kurs in der Energiekrise – ohne Kompromisse für zögerliche Industrien. Die Airlines stehen nun unter Druck, in grüne Kraftstoffe zu investieren, während die Regierung den Fokus auf die Beschleunigung von Erneuerbaren-Projekten legt. Die wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Risiken bleiben zwar zentral, doch unbegrenzte Staatshilfen lehnt Schneider als Lösung ab.

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