25 December 2025, 11:15

Scholz’ Kanzleichef plant radikale Kürzungen im teuersten Gesundheitssystem der Welt

Ein Baby liegt auf dem Boden mit zwei Jungen links daneben, die das Baby anschauen, und einem Stuhl neben ihnen; ein Personenschuh ist oben rechts zu sehen, mit einer Wand und einem blauen Vorhang im Hintergrund.

Kostenlos: Leistungen im Gesundheitssystem müssen gestrichen werden - Scholz’ Kanzleichef plant radikale Kürzungen im teuersten Gesundheitssystem der Welt

Deutschlands Gesundheitssystem ist das teuerste der Welt – doch die Bevölkerung weist keine klaren gesundheitlichen Vorteile gegenüber anderen Ländern auf. Nun hat Bundeskanzler Olaf Scholz’ Kanzleichef Thorsten Frei weitreichende Kürzungen vorgeschlagen, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Seine Begründung: Ohne Reformen werde das System langfristig nicht mehr tragfähig sein.

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Frei fordert eine grundlegende Umstrukturierung der Gesundheitsversorgung. Ein zentraler Punkt sieht vor, dass Hausärzte – in der Regel Allgemeinmediziner – künftig entscheiden sollen, ob Patienten eine Überweisung zum Facharzt benötigen. Bisher können Versicherte selbst wählen, welchen Spezialisten sie aufsuchen, doch Frei sieht darin eine Treiberin unnötiger Ausgaben.

Zudem warnte er vor wachsendem Druck auf die Pflegeversicherung. Angesichts einer alternden Bevölkerung und steigender Nachfrage nach institutioneller Betreuung müsse das System angepasst werden. Aktuell finden 86 Prozent der Pflegeleistungen zu Hause statt, doch Frei rechnet mit einem Wandel hin zu mehr stationären Einrichtungen. Unklar bleibt jedoch, welche Instanz künftig verbindlich festlegt, wann eine solche Versorgung tatsächlich notwendig ist. Trotz zu erwartender Widerstände betont Frei, dass Kürzungen bei bestimmten Leistungen unvermeidbar seien. Er verweist auf Länder, die Leistungen erfolgreich abgebaut hätten, ohne die allgemeine Gesundheitsversorgung zu verschlechtern. Manche Leistungen, so sein Argument, müssten schlicht gestrichen werden.

Ziel der Pläne ist es, die explodierenden Gesundheitsausgaben Deutschlands einzudämmen, ohne die Kernversorgung zu gefährden. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, erhielten Hausärzte eine stärkere Steuerungsfunktion in der Patientenversorgung. Wie sich die Maßnahmen langfristig auf Kosten und Behandlungsqualität auswirken, bleibt abzuwarten.