Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Dörthe ScheuermannSchulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Ein Schulleiter in Bremerhaven lehnte eine Spende von 150 Euro von Jan Timke für Schwimmunterricht ab – aus politischen Gründen. Timke, konservatives Mitglied des Bremer Landtags, hatte das Geld angeboten, nachdem er erfahren hatte, dass die Schule die Mittel dringend benötigte.
Der Abgeordnete, der für das Bündnis Deutschland im Parlament sitzt, war durch einen Bekannten auf die finanzielle Notlage der Schule aufmerksam geworden. Er sprang ein und bot an, die 150 Euro für den Schwimmunterricht zu übernehmen. Die Partei Bündnis Deutschland ist derzeit nur im Bremer Landtag vertreten – in keinem der anderen 15 Landesparlamente Deutschlands hat sie Mandate.
Die Schulleiterin lehnte die Spende ab und teilte Timke mit, es sei bereits ein anderer Spender gefunden worden. Sie erstattete ihm die 150 Euro umgehend. Timke, der ursprünglich die Protestbewegung Bürger in Wut mitgegründet hatte, kritisierte im Nachhinein die Entscheidung der Schulleiterin scharf. Er warf ihr vor, ihre persönliche Haltung über das Wohl der Kinder gestellt zu haben.
Als Reaktion forderte Timke ein Ende der Politisierung von Schulen. Gleichzeitig rief er gemeinnützige Einrichtungen in Bremerhaven auf, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro benötigten. Seiner Meinung nach hätte die Schulleiterin politisch neutral bleiben und seine politische Arbeit nicht bewerten dürfen.
Die 150 Euro wurden Timke zurückerstattet, und ein anderer Spender übernahm schließlich die Kosten für den Schwimmunterricht. Timkes Angebot steht weiterhin anderen lokalen Organisationen offen. Der Vorfall zeigt die anhaltenden Spannungen um politischen Einfluss in öffentlichen Einrichtungen auf.






