11 May 2026, 08:29

Schulze fordert schärfere Bürgergeld-Regeln für Sachsen-Anhalt

Plakat einer historischen Karte der ersten Grafschaft Tirol, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit begleitendem Text.

Schulze fordert schärfere Bürgergeld-Regeln für Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze drängt auf strengere Regeln beim deutschen Bürgergeld. Er argumentiert, zu viele Menschen erhielten Leistungen, ohne etwas dafür zu geben. Seine Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen um Sozialhilfe und Beschäftigung in der Region wider.

Schulze behauptet, tausende offene Stellen in Sachsen-Anhalt blieben unbesetzt, obwohl viele Bezieher von Bürgergeld diese ausfüllen könnten. Als Beispiel nennt er die Erntesaison, in der die meisten Erntehelfer aus Osteuropa kämen – nicht aus der lokalen Bevölkerung. Der Ministerpräsident fragt, warum dieses Potenzial nicht genutzt werde.

Sein Vorstoß richtet sich an arbeitsfähige Menschen, die bewusst auf eine Tätigkeit verzichten. Schulze nennt dies ungerecht gegenüber Arbeitnehmern, Unternehmen und jenen, die trotz schwieriger Umstände hart arbeiten. Er besteht darauf, dass Sozialleistungen mehr Eigeninitiative der Empfänger verlangen müssten.

Nach geltendem Recht erhalten manche Bürgergeld, ohne eine Arbeit suchen oder annehmen zu müssen. Schulze will das ändern und betont, das System müsse Arbeit fördern – nicht Abhängigkeit. Der Reformaufruf kommt zu einer Zeit, in der Sachsen-Anhalt in Schlüsselbranchen unter Arbeitskräftemangel leidet. Sein Plan sieht vor, die Anspruchsvoraussetzungen für das Bürgergeld zu verschärfen, insbesondere für diejenigen, die ohne triftigen Grund eine Beschäftigung ablehnen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnte dies die Verteilung von Sozialleistungen in der Region grundlegend verändern.

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