20 March 2026, 21:01

Schweitzer lässt große Koalition in Rheinland-Pfalz offen – trotz CDU-Führung in Umfragen

Schwarzes und weißes Grundrissbild des ehemaligen Bundeskanzleramts mit detaillierter Planung und Anmerkungen.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Schweitzer lässt große Koalition in Rheinland-Pfalz offen – trotz CDU-Führung in Umfragen

SPD-Spitzenkandidat Schweitzer schließt große Koalition in Rheinland-Pfalz nicht aus

Alexander Schweitzer, Spitzenkandidat der SPD in Rheinland-Pfalz, hat vor der anstehenden Landtagswahl die Option einer großen Koalition offen gelassen. Obwohl Umfragen ein enges Rennen zeigen, bei dem die CDU leicht führt, gibt sich Schweitzer zuversichtlich, dass seine Partei ihre jahrzehntelange Führungsrolle in der Region fortsetzen kann.

Bei der Abschlusskundgebung der SPD in Landau warb Schweitzer um Unterstützung und erhielt Rückendeckung von den früheren Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Die Veranstaltung unterstrich die tiefen Wurzeln der Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz, wo die Partei seit 1991 regiert – auch wenn aktuelle Umfragen der CDU einen knappen Vorsprung bescheinigen.

In seiner Rede betonte Schweitzer seine Erfahrung und seinen persönlichen Werdegang, darunter seine Kindheit auf einem Binnenschiff. Zugleich machte er deutlich, dass er zwar nicht in ein von der CDU geführtes Kabinett eintreten werde, eine Koalition der beiden Volksparteien aber dennoch unumgänglich werden könnte. Seine Formulierungen waren vorsichtig gewählt: Er unterschied zwischen der Führung einer Regierung und der bloßen Rolle als Mitfahrer.

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Das politische Klima in Rheinland-Pfalz hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt. Nach Jahren der SPD-Dominanz (2004–2016) übernahm die CDU 2016 die Regierung – ein Trend, der bundesweite konservative Tendenzen widerspiegelte. Traditionell sind Grüne und FDP im Südwesten stärker vertreten als in Ostdeutschland, während die AfD lange unter dem Bundesschnitt blieb. Doch jüngste Wahlen deuten auf Zuwächse der Rechtspopulisten hin, ähnlich wie in anderen westdeutschen Ländern.

Die Wahl wird entscheiden, ob die SPD ihre 33-jährige Regierungszeit verlängern oder die CDU eine weitere Amtszeit sichern kann. Sollte keine Partei eine klare Mehrheit erreichen, könnten Schweitzers Äußerungen auf eine mögliche große Koalition hindeuten. Das Ergebnis könnte zudem zeigen, ob der bisherige Widerstand Rheinland-Pfalz' gegen den Rechtstrend nachlässt – und sich damit an die Entwicklungen in anderen westdeutschen Bundesländern angleicht.

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