23 December 2025, 15:48

Sichtbare Tattoos sind für Polizisten im Norden bald kein Tabu mehr

Eine Person mit mehreren sichtbaren Tattoos auf der Haut.

Sichtbare Tattoos sind für Polizisten im Norden bald kein Tabu mehr

Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein dürfen künftig mehr Sichtbarkeit für Tattoos im Dienst zeigen. Die Landesregierung hat ihre Vorschriften überarbeitet und erlaubt unter bestimmten Bedingungen nun auch sichtbare Tätowierungen. Die Änderungen folgen auf die Erkenntnis, dass die bisherigen Regeln nicht mehr den heutigen gesellschaftlichen Normen entsprachen.

Die aktualisierte Regelung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Sie gestattet Tätowierungen an den meisten Körperstellen, behält jedoch Einschränkungen für Kopf, Hals, Hände und Handgelenke bei. Beamte können künftig eine Genehmigung für kleine, dezent platzierte Tätowierungen in diesen Bereichen beantragen – vorausgesetzt, sie erfüllen bestimmte Kriterien.

Nicht alle Motive sind erlaubt: Tätowierungen mit sexistischen, gewalttätigen, aggressiven oder entmenschlichenden Darstellungen bleiben verboten. Neue interne Richtlinien sollen Vorgesetzten helfen zu bewerten, ob eine Tätowierung während der Dienstzeit abgedeckt werden muss. Innenministerin Magdalena Finke, die ihr Amt Mitte November 2025 antrat, bezeichnete die alten Vorschriften als überholt. Tattoos seien mittlerweile im Alltag weit verbreitet, was die bisherigen Beschränkungen unpraktikabel mache. Die Reform ziele darauf ab, das Erscheinungsbild der Polizei an die gesellschaftliche Realität anzupassen.

Die Neuregelung bedeutet das Ende pauschaler Verbote für sichtbare Tätowierungen. Stattdessen werden Entscheidungen im Einzelfall getroffen – mit klareren Vorgaben zu zulässigen Motiven. Die Politik spiegelt damit die wachsende Akzeptanz von Tätowierungen als Teil der modernen Kultur wider.

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