19 February 2026, 13:48

Skandal um Tierquälerei: Großer Geflügelschlachtbetrieb in Bayern dichtgemacht

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Tieren, die von der Decke eines Schlachthofs hängen, mit Text auf einem Papier vor ihnen.

Verhaftungsbefehle gegen Mitarbeiter eines Schlachthofs erlassen - Skandal um Tierquälerei: Großer Geflügelschlachtbetrieb in Bayern dichtgemacht

Ein Geflügelschlachtbetrieb in Wassertrüdingen wurde nach Ermittlungen wegen Tierquälerei geschlossen. Die Anlage, in der einst bis zu 60.000 Legehennen täglich verarbeitet wurden, geriet ins Visier der Behörden, nachdem eine Tierrechtsorganisation Videoaufnahmen veröffentlichte, die angeblich die Misshandlung von Hühnern zeigten. Sieben Mitarbeiter müssen nun mit Bußgeldern wegen Verstößen gegen das Tierschutzrecht rechnen.

Der Fall nahm seinen Anfang, als eine Tierschutzorganisation Aufnahmen veröffentlichte, die angeblich die Misshandlung von Hühnern zeigten. Die Behörden leiteten im April 2025 Ermittlungen ein, die zur sofortigen Schließung des Betriebs führten. Dort hatten zuvor rund 125 Beschäftigte gearbeitet, bevor der Betrieb eingestellt wurde.

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Mittlerweile haben sieben Mitarbeiter Strafbescheide wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erhalten. Bei einer Person übersteigt das Bußgeld 90 Tagessätze, was bedeutet, dass die Tat als Vorstrafe in das deutsche Strafregister eingetragen wird. Von den sieben Fällen wurden vier Strafbescheide erlassen, wobei einer davon bereits rechtskräftig ist.

Die Schließung des Schlachtbetriebs in Wassertrüdingen erfolgt nach bestätigten Verstößen gegen Tierschutzvorschriften. Mit verhängten Geldbußen und einer bereits rechtskräftigen Verurteilung unterstreicht der Fall die Durchsetzung von Maßnahmen gegen Grausamkeiten in der industriellen Geflügelverarbeitung. Die Anlage bleibt bis zum Abschluss weiterer rechtlicher Schritte geschlossen.