24 April 2026, 16:34

Söder schlägt Ilse Aigner als Bundespräsidentin vor – Union diskutiert überraschend

Cartoon eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid vor einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit Text unten, der lautet: "F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde."

Söder schlägt Ilse Aigner als Bundespräsidentin vor – Union diskutiert überraschend

Markus Söder hat Ilse Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt der nächsten Bundespräsidentin ins Spiel gebracht. Der CSU-Vorsitzende löste mit seinem Vorschlag Diskussionen innerhalb der Unionsfraktion aus. Aigner, derzeit Präsidentin des bayerischen Landtags, gilt als politisch erfahren und bürgernah.

Söders Vorstoß kam für die CDU-Spitze überraschend, da man aus München keine solche Initiative erwartet hatte. Dennoch zeigten sich führende Vertreter schnell unterstützend. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union, bezeichnete Aigner als integrative und bürgerorientierte Persönlichkeit. Er bekräftigte seine volle Rückendeckung für ihre Kandidatur.

Auch Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, begrüßte den Vorschlag. Er erklärte, er werde jeden geeigneten Kandidaten für das Präsidentenamt unterstützen. Der CDU-Mitgliedervertreter Philipp Amthor zeigte sich zwar offen für eine Frau im Schloss Bellevue, schloss aber weitere starke Bewerber nicht aus.

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Die Unionsparteien wollen im Laufe des Sommers eine Personalempfehlung erarbeiten. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Spekulationen über weitere mögliche Anwärter. In der Partei von Bundeskanzler Olaf Scholz gelten mehrere Frauen als potenzielle Kandidatinnen, darunter Familienministerin Karin Prien und die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer.

Aigner, die bereits als Bundeslandwirtschaftsministerin amtierte, bringt jahrelange politische Erfahrung mit. Sollte sie sich zur Kandidatur entscheiden, hat Müller ihr seine uneingeschränkte Unterstützung zugesichert.

Der Vorschlag, Aigner zu nominieren, hat in CDU und CSU interne Beratungen angestoßen. Eine endgültige Entscheidung über den Präsidentschaftskandidaten wird nach der Sommerempfehlung der Union fallen. Das Ergebnis wird die nächsten Schritte in der deutschen Bundespolitik prägen.

Quelle