Spargelsaison startet mit Warnung vor höheren Preisen durch Energiekosten und Löhne
Hubertus CasparAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelsaison startet mit Warnung vor höheren Preisen durch Energiekosten und Löhne
In Teilen Deutschlands hat die Spargelsaison begonnen, doch Landwirte warnen vor steigenden Kosten. Die diesjährige Produktion wird durch höhere Energiekosten und Lohnsteigerungen belastet. Zwar waren die Wetterbedingungen günstig, doch Verbraucher müssen sich auf mögliche Preiserhöhungen an den Marktständen einstellen.
In Rheinland-Pfalz wurden bereits die ersten Spargelstangen geerntet, doch im Süden hält sich die Aktivität noch in Grenzen. In nördlichen Regionen hat die Saison dagegen später begonnen. Durch beheizten Anbau in Westdeutschland konnte die Ernte früher starten, während andere Gebiete wie Niedersachsen und Brandenburg erst Anfang April die Produktion hochfahren. In Brandenburg beginnt die offizielle Saison am 2. April, und in Norddeutschland werden vor Ostern größere Mengen erwartet.
Landwirte nennen zwei Hauptkostentreiber: Energiekosten und Löhne. Der gesetzliche Mindestlohn stieg in diesem Jahr auf 13,90 Euro pro Stunde, und für 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant. Da der Spargelanbau vollständig auf Saisonarbeitskräfte angewiesen ist, stellen die Lohnkosten einen zentralen Posten dar. Auch die Preise hängen von Ertragsqualität und Sortierung ab – beides wird durch die gestiegenen Betriebskosten beeinflusst.
Trotz günstiger Wachstumsbedingungen bleibt unklar, wie stark die Preise steigen werden. Experten warnen, dass sich die vollständigen Auswirkungen auf die Supermarktregale erst zeigen werden, wenn im April größere Mengen auf den Markt kommen.
Der erste Spargel der Saison ist zwar bereits erhältlich, doch das größere Angebot wird erst im nächsten Monat erwartet. Landwirte im nördlichen Rheinland-Pfalz rechnen aufgrund höherer Löhne und Energiekosten mit höheren Preisen. Verbraucher könnten mehr zahlen müssen – wie stark die Preise genau steigen, bleibt jedoch vorerst ungewiss.






