07 January 2026, 12:06

SPD Schleswig-Holstein greift Regierung in Bildung und Wohnen scharf an

Schüler in Schuluniformen bedienen Computer in einem Klassenzimmer mit einer Tafel im Hintergrund.

Midyatli sieht Versagen der Regierung in der Bildungsrichtlinie - SPD Schleswig-Holstein greift Regierung in Bildung und Wohnen scharf an

Die Schleswig-Holsteinische SPD bereitet sich auf die Landtagswahl 2027 vor – mit Bildung und Wohnen ganz oben auf der Agenda. Oppositionsführerin Serpil Midyatli kritisiert die bundesregierung scharf, weil sie zentrale Probleme in beiden Bereichen nicht angehe. Der Spitzenkandidat der Partei, Ulf Kämpfer, setzte sich im November 2025 in einer internen Abstimmung mit fast 80 Prozent der Stimmen durch und ebnete damit den Weg für einen zielstrebigen Wahlkampf.

Die SPD hat Bildung zu einem Schwerpunktthema des Wahlkampfs erklärt. Midyatli und Kämpfer werfen der Regierung vor, mit ihrer Politik einen deutlichen Qualitätsverfall im Bildungssystem verursacht zu haben. Bis 2025 waren über 500 Stellen für DaZ-Kurse (Deutsch als Zweitsprache) gestrichen worden, was die Lage weiter verschärft habe. Midyatli warnt, statt Lösungen zu schaffen, reduziere die Regierung Personal in den Schulen.

Auch die Wohnungspolitik steht im Fokus der Kritik. Die Landesregierung habe ihre eigenen Ziele beim sozialen Wohnungsbau verfehlt, sodass viele Bürgerinnen und Bürger mit steigenden Mieten und knappen Wohnraum kämpften. Midyatli fordert dringend mehr öffentliche Investitionen, um die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Die SPD sieht in diesen Versäumnissen ein klares Zeichen für die Schwächen der Koalition in zentralen Politikfeldern. Kämpfer, der mit breiter innerparteilicher Unterstützung nominiert wurde, treibt nun die Forderung nach einem Kurswechsel voran. Sowohl er als auch Midyatli betonen, dass ohne sofortiges Handeln sich die Krisen in Bildung und Wohnen bis zur Wahl 2027 weiter zuspitzen werden.

Im Wahlkampf will die SPD vor allem die Kürzungen bei Lehrkräften rückgängig machen und die Investitionen in bezahlbaren Wohnraum deutlich erhöhen. Mit Kämpfer als Spitzenkandidat geht die Partei in die Offensive und stellt die Bilanz der Regierung in diesen Bereichen auf den Prüfstand. Das Wahlergebnis könnte maßgeblich davon abhängen, wie die Wähler auf diese drängenden Themen reagieren.