Sternsinger in Mainz fordern: Bildung statt Kinderarbeit in Fabriken
Hubertus CasparMinisterpräsident Schweitzer empfängt Sternsinger - Sternsinger in Mainz fordern: Bildung statt Kinderarbeit in Fabriken
Kinder aus fünf Diözesen in Rheinland-Pfalz versammelten sich in der Staatskanzlei, um den traditionellen Segensgruß der Sternsinger zu überbringen. In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Zur Schule, nicht in die Fabrik“ – ein Appell für Bildung statt Ausbeutung. Ministerpräsident Alexander Schweitzer begrüßte die jungen Teilnehmer und lobte ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit.
An der Veranstaltung nahmen Sternsinger aus den Bistümern Speyer, Limburg, Trier, Mainz sowie der Pfarrei St. Peter/St. Emmeran in Mainz teil. In traditionellen Gewändern führten sie den Segensbrauch fort, der in der Region seit langem verwurzelt ist.
Die diesjährige Kampagne „Zur Schule, nicht in die Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ rückt den Kampf gegen die Ausbeutung von Kinder in den Fokus. Die Partner der Initiative setzen sich weltweit dafür ein, die Kreisläufe von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Bildungschancen zu durchbrechen. Schweitzer traf sich mit den Kindern und würdigte ihren Einsatz für mehr Fairness. Zudem kündigte er an, dass das Land künftig bei allen öffentlichen Bauvorhaben nur noch Materialien einsetzen werde, die zertifiziert kinderarbeitsfrei sind.
Der Besuch der Sternsinger unterstrich das Bekenntnis des Landes zu ethischen Standards. Durch die Verwendung von Materialien ohne Kinderarbeit in öffentlichen Gebäuden bringt Rheinland-Pfalz seine Politik in Einklang mit den Zielen der Kampagne. Die Fürsprache der Kinder treibt weiterhin systemische Veränderungen in Bildung und Arbeitsrechten voran.