Streit um Abriss oder Erhalt des städtischen Theater- und Konzertsaals eskaliert
Dörthe ScheuermannStreit um Abriss oder Erhalt des städtischen Theater- und Konzertsaals eskaliert
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theater- und Konzertsaals geübt. Zwar hatten die lokalen Behörden den Bericht vorgestellt, doch die Gruppe wirft ihm vor, den Abriss des Gebäudes einseitig zu bevorzugen – statt den Erhalt zu prüfen. In den kommenden Tagen dürfte die Debatte über das Schicksal der Spielstätte weiter an Schärfe gewinnen.
SG_zukunft moniert, die Studie ignoriere zentrale Aspekte: So seien weder die im Bau enthaltene „graue Energie“ noch der unter dem Komplex liegende Bunker ausreichend berücksichtigt worden. Zudem zweifelt die Fraktion die Unabhängigkeit der Untersuchung an und wirft der Verwaltung vor, die Gutachten mit einer vorgefassten Meinung in ihrem Sinne in Auftrag gegeben zu haben.
Kategorisch lehnt die Gruppe Pläne für einen Abriss des Theater- und Konzertsaals ab. Kulturelle Werte ließen sich nicht allein in Kosten messen, betont sie, und pocht darauf, solche Bauten wo immer möglich zu erhalten. Auch finanzielle Risiken bereiten Sorgen – als warnendes Beispiel wird die Feuerwache Ohligs genannt, deren Bau am Ende über 20 Millionen Euro teurer ausfiel als veranschlagt.
Darüber hinaus verweist SG_zukunft auf praktische Probleme: Ein neuer Standort für Feuerwehr und Rettungsdienst auf dem Gelände würde erhebliche Verkehrsprobleme nach sich ziehen. Über die Zukunft der Spielstätte wird nun in den politischen Gremien der Stadt beraten.
Im Mittelpunkt der Kritik der Fraktion stehen die vermeintlichen Mängel der Studie sowie die weitreichenden Folgen eines Abrisses. Die anstehenden politischen Diskussionen werden sich mit diesen Bedenken auseinandersetzen. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Theater- und Konzertgebäude erhalten bleibt – oder einer Neubebauung weichen muss.
