Streit um Elterngeld-Kürzungen: Giffey warnt vor Folgen für Familien in der Krise
Oliver LinkeStreit um Elterngeld-Kürzungen: Giffey warnt vor Folgen für Familien in der Krise
Eine Debatte über mögliche Kürzungen beim Elterngeld in Deutschland hat heftige Reaktionen bei politischen Akteuren ausgelöst. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey hat sich gegen die geplanten Streichungen ausgesprochen und vor negativen Folgen für Familien gewarnt. Die Diskussion kommt zu einer Zeit, in der das Land eine Rekord-Tiefstgeburtenrate seit 1946 verzeichnet.
Berichten zufolge plant die aktuelle Familienministerin Karin Prien Einsparungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro in ihrem Ressort, wobei auch das Elterngeld betroffen sein könnte. Giffey betonte, dass diese Leistung entscheidend für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei und dazu beitrage, berufliche Unterbrechungen – insbesondere für Frauen – zu verringern. Zudem forderte sie Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen den Partnern zu fördern.
Kritik kommt aus verschiedenen Lagern. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ für Familien. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), lehnte eine Kürzung der Unterstützung für Eltern ab.
Die geplanten Einsparungen werden zu einem Zeitpunkt diskutiert, an dem die Geburtenrate in Deutschland weiterhin auf historischem Tiefstand liegt. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sie Auswirkungen darauf haben, wie Familien Kinderbetreuung und Berufstätigkeit unter einen Hut bringen. Die Regierung hat bisher noch keine endgültigen Entscheidungen in der Sache getroffen.






