15 May 2026, 16:38

Sturmtief "Elli" bringt Braunschweig mit Schneechaos an den Rand des Kollapses

Eine Reihe von Fahrrädern teilweise im Schnee begraben neben einem Baumstamm und einer Straße.

Sturmtief "Elli" bringt Braunschweig mit Schneechaos an den Rand des Kollapses

Sturmtief „Elli“ legt Braunschweig mit Schneemassen lahm – Bürger ärgern sich über ungeräumte Radwege und blockierte Straßen

Heftige Schneefälle durch Sturmtief „Elli“ brachten Braunschweig an den Rand des Kollapses: Verstopfte Straßen und unpassierbare Radwege sorgten tagelang für Chaos. Trotz rund um die Uhr im Einsatz befindlicher Räumfahrzeuge blieben wichtige Verbindungen gesperrt – die Geduld der Anwohner war schnell aufgebraucht. Nun steht die Stadt unter Druck, ihr Winterdienstkonzept zu überprüfen, nachdem sich die Kritik an mangelhafter Servicequalität häuft.

Mitte Februar fegte „Elli“ über die Region hinweg und hinterließ ein Bild der Verwüstung: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und meterhohe Schneeverwehungen blockierten Hauptverkehrsadern. Zwar arbeiteten die Räumteams ohne Pause, doch viele Straßen – insbesondere Radwege – blieben unberührt oder wurden nur teilweise freigeräumt.

Besonders betroffen waren etwa die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße, die über längere Zeit kaum oder gar nicht geräumt wurden. Die Stadtverwaltung räumte ein, dass Radwege unter normalen Bedingungen nur alle 19 Stunden bearbeitet werden könnten – in vielen Gebieten dauerte es jedoch deutlich länger, bis Hilfe kam. Diese Ungleichbehandlung löste bei Radfahrern, die auf das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel angewiesen sind, empörte Reaktionen aus.

Als Konsequenz reichte die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS am 18. Februar einen Antrag ein, in dem sie Aufklärung forderte. Darin wirft sie ALBA, dem mit dem Winterdienst beauftragten Unternehmen der Stadt, vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung zu verfügen, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen. Zudem wird im Antrag ein Widerspruch zum Mobilitätsentwicklungsplan 2035 moniert, der eigentlich den Rad- und Fußverkehr als nachhaltige Verkehrsalternativen stärken soll.

Der Rat stimmte dem Vorstoß zu und beschloss eine Überprüfung der Mängel. Im Rahmen der Untersuchung sollen die Ressourcen von ALBA analysiert und Möglichkeiten zur Verbesserung künftiger Winterdienste ausgelotet werden.

Nun wird die Stadt ihre Strategie für den Winterdienst grundlegend prüfen, um ähnliche Engpässe künftig zu vermeiden. Ein detaillierter Bericht zu Personal, Technik und Reaktionszeiten soll als Grundlage für zukünftige Pläne dienen, Straßen und Radwege zuverlässig freizuhalten. Die Verantwortlichen betonten, diese Maßnahmen mit den langfristigen Zielen eines sicheren und verlässlichen Verkehrs für alle Bürgerinnen und Bürger in Einklang zu bringen.

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