25 December 2025, 05:19

Thüringen gibt Bürgern mit neuer Versammlung eine Stimme in der Friedenspolitik

Menschen schütteln sich die Hände in einem Raum mit Stühlen, einer Statue neben einer Wand, einer Flagge und einem Vorhang auf der rechten Seite.

200 Teilnehmer, Vier Regionen: Bürgerrat startet im März - Thüringen gibt Bürgern mit neuer Versammlung eine Stimme in der Friedenspolitik

Thüringen startet im März 2023 eine Bürgerversammlung zu Frieden und Diplomatie

Das Projekt läuft bis Ende 2027 und soll den Einwohnerinnen und Einwohnern eine stärkere Stimme in außenpolitischen Debatten geben. Rund 200 zufällig ausgewählte Teilnehmende aus vier Regionen werden in den nächsten vier Jahren an unabhängigen, faktenbasierten Diskussionen teilnehmen.

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Verantwortlich für die Initiative ist das KFIBS, eine im März 2023 gegründete Einrichtung, die den Dialog zu Frieden und Diplomatie fördern soll. Die Empfehlungen der Versammlung richten sich an Politikerinnen und Politiker sowie an kommunale Akteurinnen und Akteure auf lokaler, Kreis- und Landesebene. Das Land hat für das Vorhaben etwa 250.000 Euro bereitgestellt.

Die Teilnehmenden werden per Losverfahren ausgewählt, um eine Vielfalt an Wohnorten, Geschlechtern, Altersgruppen, Bildungswegen und Migrationshintergründen abzubilden. Für die Rekrutierung wurden 36 Städte und Gemeinden zufällig bestimmt, rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger wurden für eine mögliche Teilnahme kontaktiert. Eine externe Agentur und ein Institut in Erfurt übernehmen die Organisation, Moderation und empirische Begleitung der Versammlung. Für den Sommer 2027 ist zudem eine landesweite Bürgerkonferenz geplant, bei der alle Beteiligten zusammenkommen, um Ergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren.

Ziel der Versammlung ist es, die Positionen der "stillen Mehrheit" zu Frieden und Diplomatie sichtbarer zu machen. Die Empfehlungen entstehen in strukturierten Debatten und werden bis Ende 2027 an Verantwortliche in Politik und Verwaltung übermittelt. Der Prozess ist darauf ausgelegt, eine breite Repräsentation und eine evidenzbasierte Diskussion zu gewährleisten.