10 March 2026, 10:30

Thüringenkolleg Weimar stoppt Neuaufnahmen – Proteste gegen Bildungsabbruch

Ein Blick auf das Williams College von einem Hügel aus, mit Bäumen, Gebäuden, fernen Hügeln und einem bewölkten Himmel, Text am unteren Bildrand.

CDU-Abgeordneter hofft auf Lösung für Thüringen-Kolleg - Thüringenkolleg Weimar stoppt Neuaufnahmen – Proteste gegen Bildungsabbruch

Weimars Thüringenkolleg stellt Neuaufnahmen ein

Das Thüringenkolleg in Weimar, eine Einrichtung des zweiten Bildungswegs für Erwachsene, die ihr Abitur nachholen möchten, wird ab dem nächsten Schuljahr keine neuen Studierenden mehr aufnehmen. Das Thüringer Bildungsministerium begründete die Schließung mit hohen Kosten und geringen Abschlusszahlen. Bestehende Studierende können ihr Studium jedoch wie geplant abschließen.

Die Einrichtung ermöglichte es Erwachsenen, innerhalb von drei Jahren die allgemeine Hochschulreife zu erwerben und bot damit einen alternativen Weg zu einem Hochschulstudium. Doch bei jährlichen Ausgaben von rund einer Million Euro und nur 25 Absolventen im vergangenen Jahr stuften die Behörden das Programm als nicht mehr tragbar ein.

Gegen die Entscheidung regt sich zunehmend Widerstand. Ulrike Grosse-Röthig von der Linken forderte Bildungsminister Christian Tischner (CDU) auf, den Beschluss zu überdenken, und argumentierte, dass damit ein wichtiger Bildungsweg wegfalle. Auch der CDU-Abgeordnete Lennart Geibert kritisierte die Schließung und betonte die Bedeutung des zweiten Bildungswegs für diejenigen, die früher keine Chance darauf hatten.

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Die Linke kündigte an, die Angelegenheit im Bildungsausschuss zur Sprache zu bringen. Bundesweit bieten ähnliche Einrichtungen wie Abendgymnasien, Kollegs in anderen Bundesländern oder Fernlehrgänge vergleichbare Wege zum Abitur an. Allein in Thüringen gibt es Alternativen über Volkshochschulen und Online-Kurse, auch wenn bundesweite Zahlen unklar bleiben.

Die Schließung stoppt zwar die Neuaufnahmen, doch aktuelle Studierende können ihre Abschlüsse weiterhin erwerben. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen Kosteneffizienz und dem Erhalt von Bildungszugängen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Ministerium, doch der politische Druck wächst weiter.

Quelle