14 March 2026, 14:33

Thüringer Imker zwischen Hoffnung und Risiko nach mildem Winter und frühem Frühling

Ein offenes Buch mit einer Zeichnung eines Bienenstocks, Text und ein paar Insekten, wahrscheinlich Bienen, die um den Honigwaben herumschwirren.

Kalter Winter hilft Th├╝ringen Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker zwischen Hoffnung und Risiko nach mildem Winter und frühem Frühling

Imker in Thüringen blicken auf einen durchwachsenen Jahresbeginn zurück: Ein milder Winter und ein früher Frühling bringen sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Zwar haben die Bienenvölker die kalte Jahreszeit bisher gut überstanden, doch Herausforderungen wie die Varroa-Milbe und unberechenbares Wetter bleiben bestehen. Die meisten Imker in der Region sind Hobbyhalter, die die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgen.

Der stetig kalte und schneereiche Winter ermöglichte es den Bienen, ohne plötzliche Temperaturschwankungen zur Ruhe zu kommen. Dadurch verzeichneten Thüringens Imker in den Wintermonaten keine größeren Verluste bei den Völkern. Die stabilen Bedingungen halfen den Bienen, Energie zu sparen und den Stress durch wiederholte Erwärmungs- und Abkühlungsphasen zu vermeiden.

Der frühe Frühling bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Die Palmkätzchen, eine der ersten blühenden Pflanzen, liefern wichtigen Pollen für die Bienenlarven. Allerdings könnte ein starkes frühes Wachstum der Völker sie anfällig für Spätfröste machen. Die Imker sprechen von einem "zweischneidigen Schwert": Günstig, wenn das milde Wetter anhält, riskant, falls die Kälte zurückkehrt.

Die Varroa-Milbe bleibt eine anhaltende Bedrohung, da sie die Larven schwächt und Krankheiten überträgt. Zuchtprogramme konzentrieren sich zunehmend auf die Entwicklung widerstandsfähigerer Bienen gegen den Parasiten. Trotz dieser Bemühungen stellt die Milbe die Halter in der gesamten Region weiterhin vor große Herausforderungen.

Die Imkerschaft in Thüringen besteht überwiegend aus etwa 3.000 registrierten Hobbyimkern, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich deutlich höher liegt. Nur noch 10 bis 15 Berufsimker halten sich über Wasser – unter dem Druck günstiger Import-Honigpreise. Trotz dieser Schwierigkeiten fällt die Prognose für 2024 vorsichtig optimistisch aus.

Da die Völker den Winter gut überstanden haben, bereiten sich Thüringens Imker auf die kommende Saison vor. Widerstandsfähige Zuchtlinien und eine sorgfältige Überwachung werden entscheidend sein, um die Varroa-Gefahr einzudämmen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der frühe Frühling Wachstum oder Rückschläge für die heimischen Bienenvölker bringt.

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