U25-Initiative erweitert Suizidprävention für Jungs in drei neuen Städten
Oliver LinkeOnline-Selbstmordprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim - U25-Initiative erweitert Suizidprävention für Jungs in drei neuen Städten
Ein Online-Suizidpräventionsangebot für die junge Welt ist in drei weiteren deutschen Städten gestartet. Die U25-Initiative des Caritasverbandes ist damit bundesweit an 14 Standorten vertreten – darunter nun auch Mainz, Worms und Rüsselsheim. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund, dass Suizid nach wie vor die häufigste Todesursache unter den Jungs in Deutschland ist, wie Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, betont.
Seit seinem Start im Jahr 2001 bietet der U25-Dienst kostenlose und vertrauliche Beratung durch gleichaltrige Peer-Berater an. Bis 2025 hatten bereits rund 250.000 junge Menschen im ganzen Land Unterstützung durch das Programm erhalten. Allein im vergangenen Jahr begleitete die Initiative etwa 1.700 Jungs in Krisensituationen.
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt die Erweiterung als offizielle Botschafterin. Sie unterstrich, wie wichtig es sei, dass Jungs in Not sich nicht allein fühlten. Das Konzept der Initiative – "Junge beraten Junge" – entspricht ihren Prioritäten in der psychischen Gesundheitsvorsorge.
Für die neuen Standorte werden 380 Peer-Beraterinnen und -Berater in einem 32-stündigen Training geschult. Die Verantwortlichen streben an, bis 2028 eine dauerhafte Bundesförderung für die drei Einrichtungen zu sichern. Gleichzeitig fordert der Deutsche Caritasverband Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, das seit Langem angekündigte Suizidpräventionsgesetz endlich auf den Weg zu bringen. Das geplante Gesetz soll einen rechtlichen Rahmen für strukturierte Präventionsprogramme im gesamten Land schaffen.
Durch den Ausbau verbessert sich der Zugang zu Krisenhilfe für die junge Welt in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Mit geschulten Peer-Beratern und einem wachsenden Netzwerk will die U25-Initiative die Suizidrate bei Jungs senken. Die Zukunft des Projekts hängt jedoch von einer gesicherten Finanzierung und politischen Schritten zur Umsetzung der Präventionsgesetze ab.






