16 January 2026, 08:51

Über 4.000 Waffen in Händen von Rechtsextremisten und Reichsbürgern – und die Regierung schweigt

Ein roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" auf schwarzem Hintergrund.

Bundesministerium des Innern: Rechtsextremisten und Reichsbürger haben über 4000 legale Waffen - Über 4.000 Waffen in Händen von Rechtsextremisten und Reichsbürgern – und die Regierung schweigt

Mehr als 4.000 legal erworbene Schusswaffen befinden sich weiterhin im Besitz von Rechtsextremisten und Reichsbürgern in ganz Deutschland. Neue Zahlen offenbaren das Ausmaß des Problems – Politiker fordern nun dringend Maßnahmen, um die Gefahr einzudämmen.

Der grüne Sprecher Marcel Emmerich bezeichnete die Lage als "Skandal" und drängt auf verschärfte Entwaffnungsmaßnahmen.

Offizielle Daten von Ende 2024 zeigen, dass 2.996 zugelassene Waffen auf Rechtsextremisten registriert sind. Weitere 932 gehören Angehörigen der Reichsbürgerbewegung, während 124 Personen in Besitz sind, die mit Bestrebungen zur Untergrabung des Staates in Verbindung stehen.

Emmerich kritisierte das Bundesinnenministerium dafür, dass es bei der Umsetzung von Entwaffnungsreformen versagt habe. Er argumentierte, ein solches Waffenarsenal stelle eine direkte Bedrohung für den Rechtsstaat dar. Seine Forderungen kommen angesichts wachsender Sorgen über den möglichen Missbrauch dieser Waffen.

Für Schusswaffen, die von Gruppen oder Einzelpersonen innerhalb des Reichsbürgerspektrums gehalten werden und von der deutschen Regierung als legal anerkannt sind, gibt es keine bestätigten Zahlen. Die Behörden haben in jüngsten Überprüfungen keine Angaben zu dieser Kategorie gemacht.

Die Forderungen der Grünen unterstreichen die anhaltende Debatte über Waffenbesitz in extremistischen Kreisen. Angesichts Tausender noch im Umlauf befindlicher Waffen wächst der Druck auf die Verantwortlichen, die Kontrollen zu verschärfen. Bisher hat die Regierung jedoch noch keine konkreten Schritte als Reaktion auf die Warnungen angekündigt.