17 February 2026, 23:21

Uli Hoeneß kritisiert Deutschlands Vergangenheit und lobt Kanzler Merz scharf

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Wilhelm Klein, Direktor des Instituts für Blinde in Wien, der einen weißen Hemd und einen ernsten Gesichtsausdruck trägt, mit deutschem Text unten.

Hoeneß macht Politiker verantwortlich und nennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß kritisiert Deutschlands Vergangenheit und lobt Kanzler Merz scharf

Uli Hoeneß, der einflussreiche ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich zu den politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands geäußert. In jüngsten Interviews übt er scharfe Kritik an der früheren Führung des Landes, lobt aber gleichzeitig den aktuellen Bundeskanzler. Seine Aussagen umfassen zudem Arbeitsmarktpolitik, internationale Beziehungen und seine eigenen Zukunftspläne.

Hoeneß begann mit einer harten Abrechnung mit der Vorgängerregierung, deren Umgang mit dem internationalen Ansehen Deutschlands bezeichnete er als katastrophal. Unter dem früheren Kanzler Olaf Scholz habe das Land seinen Stand in Europa verloren, so Hoeneß. Nun jedoch zeigt er sich beeindruckt von Amtsinhaber Friedrich Merz, dem er bescheinigt, die Wende eingeleitet zu haben. Ein Schlüsselmoment war für ihn Merz' Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die er als beeindruckend lobte. Zudem begrüßt Hoeneß, dass Merz Scholz bei hochrangigen Treffen ersetzt hat – etwa bei Gesprächen mit dem amerikanischen Präsidenten im Weißen Haus.

Seine Kritik richtete sich auch gegen die Gewerkschaft Verdi, deren Forderung nach einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden ihm unverständlich erscheint. Statt die Arbeitszeit zu reduzieren, sollte Deutschland mehr und nicht weniger arbeiten, betont Hoeneß – nur so lasse sich die Wirtschaft wiederbeleben. Ablehnend äußerte er sich auch zu den Aufrufen von Außenministerin Annalena Baerbock, die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu boykottieren, ohne jedoch näher darauf einzugehen.

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Auf persönlicher Ebene verriet Hoeneß, dass er eine Wohnung in der Schweiz besitzt. Zwar habe er keine konkreten Pläne, Deutschland dauerhaft zu verlassen, doch räumte er ein, dass dies für ihn und seine Familie künftig eine Option sein könnte. Gleichzeitig bekräftigte er seine langjährige Ablehnung der rechtspopulistischen AfD – eine Haltung, die zu seinen bisherigen politischen Positionen passt.

Hoeneß' Äußerungen spiegeln seine veränderte Einschätzung der deutschen Führung und der wirtschaftlichen Ausrichtung wider. Während er Merz deutlich unterstützt, fällt seine Kritik an früheren Politiken und Arbeitsmarktforderungen umso schärfer aus. Sein Schweizer Eigentum deutet zudem darauf hin, dass er sich bereits Alternativen für die Zukunft schafft.