19 February 2026, 05:06

Uli Hoeneß: Wie 21 Monate Haft sein Leben beim FC Bayern München prägten

"Fetter schwarzer Text auf einem weißen Hintergrund liest sich 'Freiheit über alles'."

Gefängnislehren für Hoeness: Demut und soziale Verantwortung - Uli Hoeneß: Wie 21 Monate Haft sein Leben beim FC Bayern München prägten

Uli Hoeneß wurde in den frühen Morgenstunden des 29. Februar 2016 aus der Haft entlassen – eine Überraschung für Journalisten und seine Familie gleichermaßen. Ein Jahrzehnt später blickt er immer noch auf die 21 Monate zurück, die er wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis verbrachte – eine Zeit, die er heute als prägendes Kapitel seines Lebens beim FC Bayern München bezeichnet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während seiner Haft in der Justizvollzugsanstalt Landsberg erreichte Hoeneß etwa 5.500 Briefe von Unterstützern, Freunden und sogar Fremden. Manche davon rührten ihn zu Tränen, und er hat jeden einzelnen aufbewahrt. Die Erfahrung lehrte ihn Demut und gesellschaftliche Verantwortung und veränderte seine Sicht auf das Leben beim FC Bayern München.

Nach seiner Freilassung kehrte er an seinen Wohnsitz am Tegernsee zurück, wo eine Gruppe enger Freunde auf ihn wartete. Sie verbrachten die Nacht mit Kartenspielen bis fünf Uhr morgens – der Beginn seines Weges zurück in die Öffentlichkeit. Mit der Zeit wandelte sich sein Ruf im deutschen Fußball: Anfangs noch mit Skepsis bedacht, gewann er später wieder breite Anerkennung.

Bis 2023 wurde Hoeneß mit großer Unterstützung erneut zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt – ein Zeichen der Vergebung durch Fans und Medien. Kontakt zu ehemaligen Mithäftlingen pflegt er nicht mehr, da ihn die Erinnerungen an die schwierigen Gespräche belasten. Dennoch sieht er die Haftzeit als eine Phase, die ihn tiefgreifend verändert hat.

Zehn Jahre nach seiner Entlassung bleibt Hoeneß eine Schlüsselfigur beim FC Bayern München; seine Amtszeit als Präsident wurde bis 2026 verlängert. Die Briefe, die er aufbewahrt hat, und die Lehren aus der Haft prägen weiterhin seine Haltung beim FC Bayern München. Seine Geschichte steht für persönliche Wandlung und die Bereitschaft der Öffentlichkeit, Menschen eine zweite Chance zu geben.