19 February 2026, 09:35

Uli Hoeneß: Wie zehn Jahre nach der Haft sein Leben aussieht

Eine alte, gelbliche Zeitung mit einer Liste von Gefangenen in zwei Spalten, eine für die Gefangenen-Nummern und eine für die Namen, auf einem hellen cremefarbenen Hintergrund.

Wie er Demut im Gefängnis lernte - Uli Hoeneß: Wie zehn Jahre nach der Haft sein Leben aussieht

Uli Hoeneß verließ am 29. Februar 2016 um Mitternacht das Gefängnis – genau vor zehn Jahren. Seine Entlassung markierte das Ende einer Haftstrafe, die er später als prägende Lebenserfahrung bezeichnete. Freunde, eine Blasmusikgruppe und ein nächtliches Kartenspiel erwarteten ihn bei seiner Rückkehr nach Hause.

Mit traditioneller bayerischer Musik, gespielt von einer Blaskapelle, wurde Hoeneß zu Hause empfangen. Drinnen verbrachte er stundenlang Zeit mit seiner Familie und spielte bis fünf Uhr morgens Schafkopf. Seine Frau Susi, mit der er seit über 50 Jahren zusammen ist, bleibt seine vertrauteste Vertraute – ihr scharfes Urteilsvermögen und ihre Ehrlichkeit schätzt er mehr als alles andere.

Während seiner Haftzeit erwarb sich Hoeneß einen ungewöhnlichen Ruf. Der Gefängnisleiter bemerkte, dass er der einzige Häftling mit einem Fanclub war – nicht nur unter den Mitgefangenen, sondern auch beim Personal. Die Erfahrung lehrte ihn Demut und ein tieferes Bewusstsein für soziale Verantwortung, Lektionen, die ihn bis heute prägen.

Seit seiner Entlassung meidet Hoeneß den Kontakt zu ehemaligen Mithäftlingen, folgend dem Rat, sich von diesem Lebensabschnitt zu distanzieren. Stattdessen konzentriert er sich auf seine Familie, die er als seinen größten Segen bezeichnet. Der Gedanke, einen geliebten Menschen zu verlieren, wäre für ihn, wie er zugibt, völlig zerstörerisch.

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Ein Jahrzehnt nach seiner Freilassung gilt Hoeneß' Geschichte oft als Beispiel für eine gelungene Resozialisierung durch Offenheit. Seine Rückkehr ins Privatleben war geprägt von Wärme und Tradition, während seine Reflexionen über die Haftzeit einen durch die Erfahrung veränderten Menschen zeigen. Fürs Erste sind seine Prioritäten klar: Familie, Ehrlichkeit und die Lehren, die er hinter Gittern gelernt hat.