04 January 2026, 14:58

US-Militär verhaftet Maduro in nächtlicher Venezuela-Aktion – internationale Empörung

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Thüringer BSW kritisiert Merz wegen Haltung zu Venezuela - US-Militär verhaftet Maduro in nächtlicher Venezuela-Aktion – internationale Empörung

USA durchführt Nachtoperation in Venezuela – Maduro und Ehefrau festgenommen

Die US-Streitkräfte haben in einer nächtlichen Aktion in Venezuela den Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores festgenommen. Beide wurden nach Anklagen in New York wegen Drogenhandels aus dem Land gebracht. Der Schritt löste scharfe Kritik deutscher Politiker aus.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2026 drangen US-Truppen in Venezuela ein und nahmen Maduro, seine Ehefrau sowie mehrere Regierungsmitglieder in Gewahrsam. Die Operation folgte einer Anklage aus New York, die ihnen vorwirft, in einen Kokainschmuggelring verwickelt zu sein und Verbindungen zur kriminellen Gruppe Tren de Aragua zu unterhalten. Unter den Beschuldigten befinden sich der amtierende und ein ehemaliger Innenminister.

Die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen verurteilte das Vorgehen der USA als Bruch des Völkerrechts. Gernot Süßmuth, BSW-Bundesvorsitzender, argumentierte, die Aktion habe kein Mandat des UN-Sicherheitsrats gehabt und verstoße damit gegen Grundsätze der Vereinten Nationen. Katja Wolf, Landesvorsitzende der BSW und Thüringens Finanzministerin, kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, sich nicht öffentlich gegen den Einsatz ausgesprochen zu haben. Die BSW fordert von der Bundesregierung eine offizielle Verurteilung der US-Intervention. Die Partei vermutet hinter der Operation wirtschaftliche und geopolitische Motive – insbesondere Venezuelas Rolle als wichtiger Öllieferant.

Maduro und Flores müssen sich nun in den USA wegen schwerer Drogendelikte vor Gericht verantworten. Unterdessen stellen deutsche Politiker die Rechtmäßigkeit der Aktion infrage. Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen zu militärischen Interventionen und ihrer völkerrechtlichen Legitimation auf.