VfB Lübeck verliert seine Torwart-Legende Manfred "Manni" Bomke mit 85 Jahren
Siegrid RöhrichtVfB Lübeck verliert seine Torwart-Legende Manfred "Manni" Bomke mit 85 Jahren
VfB Lübeck trauert um Rekordtorhüter Manfred "Manni" Bomke
Der VfB Lübeck nimmt Abschied von seinem Rekordtorwart Manfred "Manni" Bomke, der im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Der Verein bezeichnete ihn als eine Legende und sprach seiner Familie und seinen Freunden sein tiefstes Beileid aus. Bomkes Karriere erstreckte sich über Jahrzehnte und hinterließ sowohl auf dem Platz als auch in der lokalen Fußballgemeinschaft unauslöschliche Spuren.
1964 wechselte Bomke zum VfB Lübeck, nachdem ein geplanter Wechsel zu Werder Bremen aufgrund von Ligabestimmungen gescheitert war. Stattdessen kam er vom SV Hemelingen und etablierte sich schnell als Stammtorhüter – als Nachfolger des zurückgetretenen Jonny Felgenhauer.
Ein Höhepunkt seiner Zeit beim Verein war 1969, als der VfB Lübeck die Aufstiegsplayoffs zur Bundesliga erreichte. Das Team sicherte sich einen entscheidenden Sieg in Celle, der den Höhepunkt von Bomkes aktiver Laufbahn markierte. Darüber hinaus wurde er in die Auswahl des Norddeutschen Fußball-Verbandes berufen und bestritt internationale Freundschaftsspiele.
Eigentlich hatte Bomke 1976 seinen Rücktritt geplant, blieb jedoch unter Trainer Reinhold Ertel weiter aktiv. Im folgenden Jahr trug er maßgeblich zum Aufstieg in die Oberliga bei. Insgesamt bestritt er 432 Pflichtspiele für den VfB Lübeck – ein Vereinsrekord für einen Torwart.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Bomke auf die Trainerbank. Er arbeitete als Assistent beim VfB Lübeck und leitete zeitweise Trainingseinheiten. In späteren Jahren übernahm er das Zepter bei Regionalmannschaften wie dem SV Eichholz, Phönix Lübeck und TuS Köln rrh. 1890. Zudem war er bis 2015 als Jugendkoordinator für die zweite Mannschaft des VfB Lübeck tätig und blieb ab 2016 als Trainer und Funktionär beim SV Victoria Travemünde aktiv.
Der Verein kündigte an, in den kommenden Wochen seiner zu gedenken.
Bomkes Vermächtnis reicht von seinen rekordverdächtigen 432 Spielen bis hin zu seinen langjährigen Verdiensten als Trainer und Fußballfunktionär. Sein Einfluss prägte Generationen von Spielern in Lübeck und darüber hinaus. Der Verein und seine Anhänger werden ihn als eine Säule ihrer Geschichte in Erinnerung behalten.






