Volkswagen kämpft um Millionenklagen nach umstrittenen Manager-Entlassungen
Hubertus CasparVW-Manager fordern Millionen - Rechtsstreit um Kündigungen - Volkswagen kämpft um Millionenklagen nach umstrittenen Manager-Entlassungen
Volkswagen befindet sich in einem Rechtsstreit mit zwei ehemaligen Führungskräften über Millionenklagen auf Schadensersatz, Verleumdungsvorwürfe und umstrittene Kündigungen. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die unbefugte Weitergabe interner Unternehmensdokumente, darunter an Behörden und Medien.
Das Arbeitsgericht Braunschweig hat kürzlich in einem der Fälle entschieden, dass die Entlassung eines hochrangigen Managers gerechtfertigt war. Das Gericht urteilte, die Weitergabe von Unterlagen an das Landeskriminalamt (LKA) ohne Genehmigung stelle eine schwere Pflichtverletzung dar. Gleichzeitig erklärte es die fristlose Kündigung des Managers für unwirksam, da Volkswagen die gesetzliche Zwei-Wochen-Frist für eine solche Maßnahme versäumt hatte.
Im Fall des zweiten Managers laufen noch die Ermittlungen. Das Gericht wird weitere Beweise sammeln, um die Umstände seiner Kündigung zu klären. Beide ehemalige Führungskräfte fordern unabhängig voneinander Millionenentschädigungen vom Konzern.
Volkswagen hält die Kündigungen für berechtigt und begründet dies mit einem Vertrauensbruch. Der Autokonzern wirft den Managern vor, interne Prüfberichte zu den Modellen Crafter und Grand California ohne Erlaubnis an die Öffentlichkeit gegeben zu haben. Über die Schadensersatzklage wird am 24. April vor dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen in Hannover verhandelt.
Der Rechtsstreit zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Volkswagen und seinen ehemaligen Führungskräften in Fragen der Vertraulichkeit und unternehmerischen Verantwortung. Das Urteil im April wird entscheiden, ob die Manager Entschädigungen erhalten oder ob die Kündigungen des Konzerns als rechtmäßig bestehen bleiben.






