29 April 2026, 18:37

Vom Gefängnis zum Kulturort: Braunschweig plant lebendiges Stadtviertel auf historischem Gelände

Offenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung eines Gefängnisgebäudes mit einem großen Eingang und mehreren Fenstern, begleitet von beschreibendem Text.

Vom Gefängnis zum Kulturort: Braunschweig plant lebendiges Stadtviertel auf historischem Gelände

Ehemaliges Gefängnis in Braunschweig soll diesen Sommer zum kulturellen Hotspot werden

Dieses Sommer wird ein ehemaliges Gefängnis in Braunschweig zum kulturellen Anziehungspunkt: Im Juni findet dort das Theaterformen-Festival statt, das mit einem dichten Programm aufwartet, bevor über die langfristige Zukunft des Geländes entschieden wird. Unterdessen haben Studierende der TU Braunschweig ambitionierte Pläne für die Umwandlung des Areals in ein lebendiges Stadtviertel präsentiert.

Im Dezember 2018 beschloss der Verwaltungsausschuss der Stadt, einen Bebauungsplan für das alte Gefängnis Rennelberg und seine Umgebung zu erarbeiten. Seitdem haben Studierende des Instituts für Städtebau der Universität Ideen entwickelt, wie das Gelände neu genutzt werden könnte. Ihre Entwürfe sind noch bis zum 20. Mai im Foyer des zweiten Obergeschosses des historischen Rathauses zu sehen.

Den ersten Platz belegte das Duo Franziska Heininger und Johannes Quirin mit ihrem Entwurf "Von Mauern zur Gemeinschaft". Ihr Konzept sieht einen großzügigen zentralen Platz vor, eingerahmt von symmetrischen Wegen und einem kreativen Campus. Ziel ist es, aus dem ehemaligen Gefängnis ein offenes, einladendes Quartier zu machen.

Adriana Gens und Mareike Meier erreichten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz. Ihre Vision umfasst den Abbau der alten Grenzen des Geländes und die Anlage eines "Klimawald"-Parks entlang einer Hauptachse. Den dritten Preis erhielten Sarah Suttner López und Robert Sievert für "Nachbarschaft statt Gefängnis". Ihr Entwurf beinhaltet eine neue Straße namens Rennelbergtwete, einen öffentlichen Platz und eine Quartiersgalerie – dabei bleiben Teile der ursprünglichen Gefängnisstruktur erhalten.

Trotz der innovativen Ideen wird vorerst nichts umgesetzt: Die Stadt muss zunächst den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen, bevor mit der Neugestaltung begonnen werden kann.

Das Festival im Juni gibt der Öffentlichkeit einen vorläufigen Eindruck vom Potenzial des Ortes. Langfristig hofft die Stadt, das gesamte Areal in ein neues Stadtviertel zu verwandeln. Bis dahin bleiben die Studierendenentwürfe ausgestellt – und zeigen, was in Zukunft möglich sein könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle