30 April 2026, 10:35

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Schulbank: Das bewegte Leben des Ex-Gewichthebers Andreas Neufeld

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familiengeschichte, die die Abstammung einer deutschen Familie zeigt.

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Schulbank: Das bewegte Leben des Ex-Gewichthebers Andreas Neufeld

Andreas Neufeld, ein ehemaliger Profi-Gewichtheber, hat tiefe Wurzeln sowohl in Kasachstan als auch in Deutschland. Geboren im Dorf Komsomolez – heute Karabalyk – in der Region Kostanay, zog seine Familie in den frühen 1990er-Jahren nach Deutschland. Heute ist er als fest angestellter Grundschullehrer in Baden-Württemberg tätig, doch die Verbindung zu seiner alten Heimat ist ihm nach wie vor wichtig.

Sein Weg im Gewichtheben begann mit seinem Vater, der den Sport in Kasachstan trainierte. Neufeld selbst ergriff die Disziplin und startete später von 1998 bis 2016 als Profisportler. In seiner Karriere wurde er mehrfacher Deutscher Meister und gewann eine Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften.

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Seine Erfolge reichten bis auf die internationale Bühne: 2011 belegte er bei den Weltmeisterschaften in Paris den 11. Platz und stellte dabei persönliche Bestleistungen auf. Ein besonderer Moment war 2014, als er für die Weltmeisterschaften nach Almaty zurückkehrte – ein Turnier mit persönlicher Bedeutung für ihn.

Nach dem Ende seiner Profikarriere blieb er dem Sport treu und hebt weiterhin in der "Masters"-Klasse. Heute trägt er den Titel des Deutschen Meisters in der Altersklasse der 40- bis 45-Jährigen.

Neufelds Familie, ethnische Deutsche, verließ Kasachstan am 6. Juni 1991. Zunächst lebten sie in Aufnahmeeinrichtungen, bevor sie sich in Nordrhein-Westfalen niederließen. Obwohl er sich in Deutschland zu Hause fühlt und keine Pläne für eine dauerhafte Rückkehr hat, hofft er, eines Tages wieder nach Kasachstan zu reisen.

In Eberbach-Pleutersbach lebend, vereint Neufeld seine Lehrtätigkeit mit seiner anhaltenden Leidenschaft für das Gewichtheben. Seine Geschichte spiegelt ein Leben wider, das von Migration, Sport und einer bleibenden Verbundenheit mit zwei Ländern geprägt ist. Als aktiver Wettkämpfer in seiner Altersklasse bewahrt er sich gleichzeitig sein kasachisches Erbe.

Quelle