11 March 2026, 14:29

Wahlmanipulation in Düdingen: Verdacht auf organisierte Stimmensammlung bei Gemeinderatswahl

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen in einem Raum, die sich um ein zentrales Papier mit Text- und Farboptionen am oberen Rand versammeln, symbolisiert eine korrupte Wahl.

Wahlmanipulation in Düdingen: Verdacht auf organisierte Stimmensammlung bei Gemeinderatswahl

In Düdingen ist eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Wahlmanipulation durch Stimmensammlung während der jüngsten Parlamentswahlen eingeleitet worden. Bei der Stimmenauszählung am vergangenen Sonntag entdeckten die Behörden mehrere Dutzend Wahlzettel mit ungewöhnlich ähnlicher Handschrift. Der Fall wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft Freiburg übermittelt.

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Die Unregelmäßigkeiten wurden während der Auszählung der Stimmen für den Gemeinderat aufgedeckt, der aus 50 Sitzen besteht. Wahlhelfer bemerktem die verdächtigen Stimmabgaben und informierten umgehend die Bezirksverwaltung. Nach Schweizer Recht ist die organisierte Stimmensammlung – also das Einsammeln und Einreichen von Wahlunterlagen durch Dritte – gemäß Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs strafbar.

Der Gemeinderat setzt sich aus Vertretern verschiedener Gruppen zusammen, darunter der Generalkreis (Pfadfinder- und Pfadfinderinnenrat), der sieben Sitze hält. Bei früheren Wahlen (2022, 2024 und 2026) gingen die meisten Sitze regelmäßig an die Sozialdemokraten (SP) und unabhängige Kandidaten, die jeweils drei bis vier Mandate errangen.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die mutmaßlichen Manipulationen das Wahlergebnis beeinflusst haben. Die Ermittlungen dauern an; weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Sollten sich die Vorwürfe der illegalen Stimmensammlung bestätigen, drohen den Beteiligten rechtliche Konsequenzen. Zudem könnte sich die Zusammensetzung des Düdinger Gemeinderats ändern. Ob eine Neuauszählung oder weitere Maßnahmen erforderlich sind, steht derzeit noch nicht fest.

Quelle