Warnstreik in Kiel: 500 Landesbedienstete fordern sieben Prozent mehr Lohn
Oliver LinkeBeamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik in Kiel: 500 Landesbedienstete fordern sieben Prozent mehr Lohn
Rund 500 Landesbedienstete in Schleswig-Holstein haben diese Woche in Kiel an einem Warnstreik teilgenommen. Organisiert vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Gewerkschaft Tarifunion richtete sich der Protest gegen die bevorstehenden Tarifverhandlungen und forderte höhere Löhne. Die Beschäftigten bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei, um ihre Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Der Streik erfolgte vor dem Hintergrund der Forderung öffentlicher Angestellter nach einer siebenprozentigen Lohnerhöhung, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Die Protestierenden verlangten zudem von der Landesregierung, die Gehaltsanpassung auch auf Beamte auszudehnen, die von der aktuellen Forderung bisher ausgenommen sind.
Die erste Verhandlungsrunde endete ergebnislos, nachdem die Arbeitgeberverbände die Gewerkschaftsforderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen hatten. Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) wandte sich später an die Demonstranten und äußerte sich zuversichtlich, dass bis Ende Februar noch eine faire Einigung erzielt werden könne. Die Gespräche sollen am 15. Januar in Potsdam fortgesetzt werden.
Der Warnstreik unterstreicht den wachsenden Druck auf die Landesregierung, den Lohnforderungen vor Abschluss der Verhandlungen nachzukommen. Sollte keine Einigung zustande kommen, könnten in den nächsten Wochen weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen.