03 February 2026, 17:18

Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen zehn Bundesländer lahm – und der Winter verschärft das Chaos

Eine Kopfsteinpflasterstraße mit leichtem Schnee, ein Zaun ist im Hintergrund zu sehen.

Eingeschränkter Winterdienst im Norden am Donnerstag - Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen zehn Bundesländer lahm – und der Winter verschärft das Chaos

Warnstreiks im öffentlichen Dienst legen Services in zehn Bundesländern lahm

Die von der Gewerkschaft Verdi organisierten Warnstreiks sorgen seit dem 3. Februar 2026 für erhebliche Einschränkungen in zehn deutschen Bundesländern. Betroffen sind unter anderem der Nah- und Fernverkehr, der Straßenunterhalt sowie weitere zentrale Bereiche. Besonders in Schleswig-Holstein verschärft sich die Lage für Autofahrer: Schnee, Eis und die Folgen des Streiks machen die Straßenverhältnisse dort besonders gefährlich.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind Forderungen von Verdi und dem dbb beamtenbund und tarifunion nach höheren Löhnen. Die Gewerkschaften verlangen für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bundesweit eine Erhöhung um 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt.

In Schleswig-Holstein zählt auch die Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) zu den von den Streiks betroffenen Einrichtungen. Durch den Personalmangel können vereiste und glatte Straßen – vor allem in den Morgenstunden – nur eingeschränkt geräumt werden. Die Behörden warnen Autofahrer eindringlich vor erhöhter Vorsicht.

Um die größten Gefahren einzudämmen, konzentrieren sich die verbleibenden Straßenwartungsteams auf die Beseitigung besonders kritischer Stellen. Wo möglich, springen auch private Dienstleister ein, um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.

Die Streiks dauern vorerst bis zu den nächsten Tarifverhandlungen an. Verkehrsteilnehmer in den betroffenen Regionen müssen sich auf mögliche Verzögerungen und winterliche Straßenverhältnisse einstellen. Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften im öffentlichen Dienst zeichnet sich vorerst keine Einigung ab – die Fronten bleiben verhärtet.