Wenn Kaktus und Mücke mitreden: Warum die Welt vor Meinungen überquillt
Oliver LinkeWenn Kaktus und Mücke mitreden: Warum die Welt vor Meinungen überquillt
Meinungen durchdringen längst den Alltag – von Talkshows bis zu Online-Foren. Ob Nahostkonflikt, Windräder oder Ananas auf Pizza: Zu allem wird Stellung bezogen. Schweigen zu diesen Themen, so der Autor, wird immer seltener.
In der vergangenen Woche wurde der Autor mit schroffen Urteilen zu unzähligen Themen überschwemmt. Dennoch bleibt er skeptisch, ob achtsames Atmen wirklich hilft.
Dann entwirft der Autor ein Gedankenexperiment: Was, wenn die Natur selbst Meinungen über den Menschen hätte? In dieser Vision äußern sich ein Schlafzimmer-Kaktus, Stechmücken und Sonnenblumen kritisch über sein Verhalten. Selbst das Mittelmeer beginnt, Urlauber nach ihrem Benehmen zu sortieren.
Eine gängige Theorie besagt, dass Menschen die Natur aufsuchen, weil sie dort keine Bewertung fürchten müssen. Doch in diesem spielerischen Szenario ist es mit der Ruhe vorbei. Um den endlosen Meinungsstrom einzudämmen, schlägt der Autor vor, jedem Menschen täglich nur drei Urteile zu gestatten – jedes weitere müsste von einem Rebhuhn genehmigt werden.
Die Welt wird nie an Meinungen verarmen. Talkshows, Podcasts und Foren sorgen für steten Nachschub. Mit seiner scherzhaften Lösung zeigt der Autor, wie tiefgreifend Meinungen mittlerweile das menschliche Miteinander prägen.
