Wie Bayern heizt: Biomasse, Gas und veraltete Anlagen im regionalen Vergleich
Hubertus CasparHalb Bayerns Kamine werden mit Biomasse beheizt - Wie Bayern heizt: Biomasse, Gas und veraltete Anlagen im regionalen Vergleich
Ein neuer Bericht zeigt, wie unterschiedlich die Heizsysteme in Bayern je nach Region sind. Während in manchen Gebieten Biomasse vorherrscht, setzen andere stärker auf Gas oder Öl. Die Daten offenbaren zudem eine überalterte Infrastruktur – die meisten Anlagen sind fast zwei Jahrzehnte alt.
In ganz Bayern nutzen fast die Hälfte aller Heizsysteme Biomasse. Holz, Pellets und Hackschnitzel bleiben die gängigsten Brennstoffe, besonders in Niederbayern, wo 59,1 Prozent der Haushalte damit heizen. Gas spielt dort eine weitaus geringere Rolle und versorgt nur 13,9 Prozent der Systeme.
Dagegen setzt Mittelfranken stark auf Gas: 35,2 Prozent der Heizungen laufen damit – deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 26,3 Prozent. Heizöl deckt 21,5 Prozent des Gesamtbedarfs, doch sein Einsatz geht seit zehn Jahren zurück. Gleichzeitig gewinnen Wärmepumpen an Beliebtheit, vor allem in Mittelfranken und der Oberpfalz.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass die Heizinfrastruktur in Bayern in die Jahre gekommen ist. Im Schnitt sind die Anlagen 18 Jahre alt. Insgesamt gibt es etwa 3,2 Millionen Zentralheizungen und rund 3,3 Millionen Einzelraumheizungen.
Die Ergebnisse zeigen deutliche regionale Unterschiede bei der Beheizung bayerischer Haushalte. In ländlichen Gebieten dominiert Biomasse, während Gas und Öl anderswo stärker genutzt werden. Angesichts der überalterten Systeme und sich wandelnder Energietrends deuten die Daten auf mögliche Veränderungen im Heizsektor des Freistaats hin.






