Wiesbadens Karnevalsumzug bekommt eine neue Schlussfigur – und vermeidet so den Streit mit Mainz
Wiesbadens Karnevalsumzug bekommt eine neue Schlussfigur – und vermeidet so den Streit mit Mainz
Wiesbadens berühmter Karnevalsumzug erhält in diesem Jahr eine neue Schlussfigur
Die seit zwei Jahrzehnten etablierte Symbolfigur "Zugen(d)te", die traditionell das Ende des Wiesbadener Schmotzigen-Donnerstags-Umzugs markiert, wird umbenannt – um einen Rechtsstreit mit dem Nachbarn Mainz zu vermeiden.
Der Wechsel erfolgte, nachdem der Mainzer Carneval-Verein (MCV) seinen Markenschutz auf den Namen durchsetzte und die Wiesbadener Veranstalter zum Umdenken zwang.
Rund 20 Jahre lang hatte die "Zugen(d)te" – eine in Orange gekleidete Aufräumtruppe – den Abschluss des Wiesbadener Umzugs eingeläutet, ähnlich wie in Mainz die "Zugente" am Rosenmontag. Doch vor etwa zwei Jahrzehnten ließ der MCV den Begriff schützen. Nun reichte Vereinspräsident Hannsgeorg Schönig Beschwerde gegen die Wiesbadener Nutzung ein. Statt eines Rechtsstreits entschieden sich die Wagenbauer für eine Umbenennung: Die neue Figur "Gans am End" ("Gans am Ende") spielt auf das gänseartige Aussehen der Gestalt an – im Gegensatz zur entenähnlichen "Zugente" aus Mainz.
Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter des Festausschusses Dacho, bestätigte die Änderungen: Die Beschriftung der Figur entfällt, das Design zeigt künftig eine weiße Gans – ohne gelbe Enten-Assoziationen. Der Schritt offenbart unterschiedliche Herangehensweisen: Während Mainz auf Markenschutz pocht, setzt Wiesbaden pragmatisch auf die Bewahrung der fröhlichen Umzugsatmosphäre.
Die Umbenennung tritt sofort in Kraft – der Umzug 2026 endet damit erstmals mit der "Gans am End".
Damit endet zwar eine lange Tradition, doch ein Rechtskonflikt zwischen den beiden Städten wird vermieden. Statt der umstrittenen "Zugen(d)te" schließt der Wiesbadener Zug künftig mit einer weißen Gans. Die Veranstalter haben Name und Design angepasst, um den reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten zu sichern.
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