31 March 2026, 16:43

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor globaler Krise durch Golfkonflikt und fordert radikale Maßnahmen

Plakat mit der Überschrift "Unter dem Inflationsreduktionsgesetz von Präsident Biden", mit schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in einen oberen Textbereich und einen unteren visuellen Bereich in blauen und grünen Tönen.

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor globaler Krise durch Golfkonflikt und fordert radikale Maßnahmen

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte Achim Truger warnt vor einer möglichen globalen Krise durch die steigenden Preise im Zuge des Golfkonflikts. Er drängt nun auf kraftvolle makroökonomische Maßnahmen, um eine wirtschaftliche Destabilisierung in Europa zu verhindern.

Zu Trugers Vorschlägen zählen Preisobergrenzen, Anpassungen der Schuldenregeln sowie gezielte Finanzhilfen, um Haushalte und Unternehmen vor den schlimmsten Folgen der Inflation zu schützen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Truger fordert die Regierungen auf, schnell gegen die Inflationsgefahr vorzugehen. Ein zentraler Punkt ist die Wiedereinführung von Preisbremsen für Grundgüter wie Gas, Öl und Strom. Diese sollen den Grundbedarf bezahlbar halten, ohne dabei Anreize zum Energiesparen zu verringern.

Zudem schlägt er Preisdeckel vor, um übermäßige Steigerungen entlang der Lieferketten zu stoppen. Für Haushalte könnte ein temporärer Inflationsausgleichsbonus – steuer- und abgabenfrei – helfen, ohne langfristig Lohn-Preis-Spiralen anzufachen.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen empfiehlt Truger die Nutzung der Notfallklausel der Schuldenbremse. Damit ließen sich gezielte, kurzfristige Hilfen gewähren, ohne die Regeln dauerhaft zu ändern. Im Extremfall plädiert er sogar für eine vollständige Aussetzung der Schuldenbremse während der Krise.

Auf EU-Ebene fordert Truger einen neuen Ansatz nach dem Vorbild von NextGenerationEU, bei dem die Gemeinschaft gemeinsam Schulden aufnimmt, um schwächere Volkswirtschaften zu stützen. Dies würde Mitgliedstaaten mit begrenzten finanziellen Spielräumen eine wirksame Reaktion ermöglichen. Gleichzeitig warnt er die Europäische Zentralbank (EZB) vor unnötigen Zinserhöhungen, die die wirtschaftliche Belastung verschärfen könnten.

Truger betont die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Sozialpartnern. Nur durch gemeinsame Anstrengungen ließe sich verhindern, dass die Inflation eine schädliche Lohn-Preis-Spirale in Gang setzt, bei der steigende Kosten und Löhne sich gegenseitig hochschaukeln.

Ziel seiner Vorschläge ist es, die Preise zu stabilisieren, gefährdete Haushalte zu schützen und eine Vertiefung der Wirtschaftskrise zu vermeiden. Sollten sie umgesetzt werden, würden die Maßnahmen auf temporärer Schuldenflexibilität, Preisregulierung und EU-weiter finanzieller Unterstützung basieren.

Im Mittelpunkt steht die Verhinderung eines kurzfristigen Inflationsschubs, der sich zu einer langanhaltenden Krise auswächst.

Quelle