Wohnungsbau in NRW bricht ein – nur Mönchengladbach trotzt der Krise mit Rekordzahlen
Oliver LinkeWohnungsbau in NRW bricht ein – nur Mönchengladbach trotzt der Krise mit Rekordzahlen
Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – nur Mönchengladbach stemmt sich gegen den Trend
In Nordrhein-Westfalen ist der Wohnungsbau auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken – bei gleichzeitig stark steigenden Kosten und drastisch rückläufigen Baugenehmigungen. 2025 wurden im Land nur noch 37.185 Wohnungen fertiggestellt, ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine Ausnahme bildet Mönchengladbach: Die Stadt steigerte ihre Bauaktivität um 43 Prozent über den Landesdurchschnitt.
Bundesweit stiegen die Baukosten zu Beginn des Jahres 2025 um weitere 3,2 Prozent. Die gestiegenen Kreditzinsen, die mittlerweile zwischen drei und vier Prozent liegen, belasten die Branche zusätzlich – eine Folge der Zinswende seit 2022. In Nordrhein-Westfalen brachen die Baugenehmigungen seit 2020 um 27,4 Prozent ein, die Bauquote liegt nun bei nur noch 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner.
Mönchengladbach als positiver Ausreißer Die Stadt verzeichnet hingegen eine bemerkenswerte Wende: Mit 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Bauquote auf Platz drei unter den kreisfreien Städten des Landes. Die Genehmigungen stiegen 2025 um 73,6 Prozent – ein deutlicher Kontrast zum landesweiten Trend. Zudem wurden 758 Wohnungen fertiggestellt, fast dreimal so viele wie noch 2024.
Hinter dem Aufschwung steht eine 2023 gestartete Initiative: Mönchengladbach investierte rund 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau. 2025 bewilligte die Stadt zudem 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für 218 neue Wohneinheiten – fast auf dem Niveau der Rekordsumme des Vorjahres.
Zwei Welten: Landesweiter Rückgang vs. lokaler Boom Während der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen insgesamt mit sinkenden Genehmigungen und steigenden Kosten kämpft, setzt Mönchengladbach mit gezielten Investitionen und einem deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen ein erfolgreiches Gegenbeispiel. Die Stadt konnte die Zahl der fertiggestellten Wohnungen deutlich steigern – ein deutlicher Kontrast zur anhaltenden Schwäche in der übrigen Region.






