16 January 2026, 13:14

Woidke und Redmann starten unerwartete Koalition für Brandenburgs Zukunft

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Brandenburgs geografischen Merkmalen auf einer schwarzen Oberfläche.

Brandenburgs Ungleiche Koalitionsmacher: Woidke und Redmann - Woidke und Redmann starten unerwartete Koalition für Brandenburgs Zukunft

Brandenburgs politische Führung bereitet die Bildung einer neuen Koalition vor. Dietmar Woidke (SPD) und Jan Redmann (CDU) haben sich trotz ihrer unterschiedlichen Stile auf eine Zusammenarbeit verständigt. Beide betonen, dass ihre Partnerschaft dem Land Stabilität bringen werde.

Die beiden Politiker kennen sich seit Jahren. Ihre Parteien verfügen nun über eine knappe Mehrheit von zwei Sitzen – dieselbe schmale Basis, die bereits Woidkes vorherige Koalition mit der BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) trug.

Woidke regiert Brandenburg seit 2013 als Ministerpräsident. Während seine Zukunft im Amt einst vom Wahlerfolg seiner Partei abhing, ist sie nun von der Zusammenarbeit mit der CDU abhängig. Redmann, der seit 2019 die CDU-Fraktion führt, gab während des Wahlkampfs einen Vorfall wegen Trunkenheit am Steuer zu, doch beide konzentrieren sich weiterhin auf die Regierungsarbeit.

Ihr persönliches Verhältnis beschreiben sie als „gut“ und heben hervor, dass sie sachlich über Themen diskutieren können. Woidke verweist auf eine gemeinsame Wertebasis mit der CDU und nennt als Beispiel die Unterstützung bei der Verabschiedung der Rundfunkreform. Redmann wiederum bezeichnet beide als pragmatische Macher, die Lösungen Vorrang vor Ideologie einräumen.

Trotz ihrer gegensätzlichen Persönlichkeiten verfügen sie über Erfahrung in Verhandlungen. Beide sind in lokalen Vereinen aktiv und präsentieren sich als Problemlöser. Ihre Koalition zielt darauf ab, Sicherheit und Stabilität in Brandenburg zu gewährleisten – gestützt auf dieselbe knappe Mehrheit, die bereits Woidkes letzte Regierung trug.

SPD und CDU verfügen nun über genau genug Sitze, um gemeinsam regieren zu können. Ihre Spitzenpolitiker haben versprochen, die Herausforderungen des Landes durch Zusammenarbeit anzugehen. Das Abkommen markiert einen Wechsel von Woidkes früherer Allianz mit der BSW hin zu einer Partnerschaft mit der CDU.