Wolfenbüttel führt als erste niedersächsische Kommune kleinere Kita-Gruppen ein
Oliver LinkeWolfenbüttel führt als erste niedersächsische Kommune kleinere Kita-Gruppen ein
Wolfenbüttel senkt als erste Kommune in Niedersachsen die Gruppengrößen in Kitas
Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 wird Wolfenbüttel die Gruppen in Kitas verkleinern. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll die Maßnahme eine individuellere Betreuung der Kinder ermöglichen.
Der Stadtrat beschloss, die maximale Anzahl der Kinder in Krippengruppen von 15 auf 14 zu reduzieren. In Kindergartengruppen sinkt die Obergrenze von 25 auf 24, in Hortgruppen von 20 auf 19. Der Beschluss wurde mit nur zwei Enthaltungen verabschiedet – beide stammten von Vertretern der AfD.
Die Anpassung folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Elterninitiativen nach kleineren Gruppen. Die Stadt knüpft die Veränderung an das Demografieprogramm 2030, das auf die rückläufigen Geburtenzahlen in der Region reagiert. Die neuen Vorgaben sind für die Einrichtungen verbindlich, in begründeten pädagogischen Ausnahmefällen können jedoch Abweichungen genehmigt werden.
Befürworter argumentieren, dass weniger Kinder pro Gruppe es dem Personal ermöglichen, besser auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Wolfenbüttel ist damit die erste Kommune in Niedersachsen, die eine solche Reduzierung per Ratsbeschluss formal verankert.
Die neuen Regeln treten 2026 in Kraft. Kita-Leitungen sind für die Umsetzung verantwortlich, wobei pädagogische Erfordernisse im Einzelfall Spielräume lassen. Die Maßnahme ist Teil einer größeren Strategie, frühkindliche Betreuungsangebote an die schrumpfende Zahl junger Menschen anzupassen.






