31 March 2026, 20:30

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Liniengraph, der den Anstieg der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Schicksal des Tieres entbrannt

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Das Tier biss ihr ins Gesicht, bevor es ohne Betäubung gefangen werden konnte. Die Behörden brachten den Wolf anschließend in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen, während über sein weiteres Schicksal entschieden wird.

Der Vorfall hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie mit dem Wolf umgegangen werden soll. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), schlug zwei mögliche Lösungen vor: die Tötung des Tieres oder seine Freilassung mit einem Peilsender. Er betonte, dass eine langfristige Haltung in Gefangenschaft gegen Tierschutzstandards verstoßen würde.

Dammann-Tamke verwies zudem auf frühere Fälle, in denen aggressive Wölfe getötet wurden. So sei 2016 der Wolf Kurti erlegt worden, obwohl sein Verhalten weit weniger bedrohlich gewesen sei. Der Experte ist überzeugt, dass die Entnahme einzelner Wölfe das Verhalten ganzer Rudel prägen kann – und diese so lernen, Menschen zu meiden.

Gleichzeitig wies er auf die größeren Herausforderungen beim Zusammenleben von Wölfen und Menschen hin. Zwar gebe es in Hamburg und Schleswig-Holstein keine dauerhaften Wolfsrudel, doch Einzelgänger wanderten gelegentlich aus Ostdeutschland in diese Regionen ein. Um Konflikte zu verringern, forderte er klarere Grenzen zwischen Wölfen, Menschen und Weidetieren.

Falls der Wolf freigelassen werde, empfahl Dammann-Tamke die Ausrüstung mit einem Sender, um seine Bewegungen zu überwachen und weitere Begegnungen mit Menschen zu verhindern.

Der Wolf befindet sich weiterhin in einer vorübergehenden Unterkunft, während die Behörden über das weitere Vorgehen beraten. Die endgültige Entscheidung wird darüber bestimmen, ob das Tier mit einer Überwachung freigelassen oder getötet wird. Der Fall zeigt die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Bewältigung der wachsenden Wolfspopulation in Deutschland.

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