Allradantrieb verliert bei Neuzulassungen – doch Süddeutschland bleibt Vorreiter
Hubertus CasparDer SUV-Boom ist vorbei - Allradantrieb verliert bei Neuzulassungen – doch Süddeutschland bleibt Vorreiter
Fahrzeuge mit Allradantrieb machen inzwischen einen größeren Teil des deutschen Fahrzeugbestands aus und erreichen mit Stand Januar 2025 einen Anteil von 14,3 Prozent. Doch ihr Anteil an den Neuzulassungen geht nun bereits das dritte Jahr in Folge zurück. Regionale Unterschiede bleiben dabei deutlich: Während südliche Bundesländer wie Werder Bremen bei der Verbreitung führen, hinken norddeutsche Regionen wie Bremen hinterher.
Die Gesamtzahl der Allradfahrzeuge in Deutschland steigt zwar weiter und beträgt mittlerweile 14,3 Prozent des gesamten Fahrzeugbestands. Bei Neuzulassungen lässt die Nachfrage jedoch nach: Nur noch 24,1 Prozent der im Jahr 2025 neu zugelassenen Fahrzeuge waren mit Allradantrieb ausgestattet – ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2024.
Besonders beliebt sind Allradfahrzeuge in den südlichen Bundesländern. Bayern liegt mit 17,7 Prozent Allradanteil im Fahrzeugbestand an der Spitze, der Landkreis Freyung-Grafenau verzeichnet sogar einen Rekordwert von 29,8 Prozent. Auch Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen weisen hohe Anteile auf. In Norddeutschland sieht das Bild dagegen ganz anders aus: Bremen kommt lediglich auf 11,7 Prozent, und der Landkreis Emden bildet mit 8,8 Prozent das Schlusslicht. Selbst bei den Neuzulassungen liegen Bremen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein deutlich hinter den südlichen Regionen zurück – möglicherweise, weil das flachere Gelände dort weniger Traktion erfordert. Die Entwicklung deutet auf eine nachlassende, aber weiterhin stabile Nachfrage nach Allradsystemen hin, insbesondere in Gebieten mit weniger hügeligem oder alpine geprägtem Terrain.
Mittlerweile ist fast jedes siebte Auto auf deutschen Straßen mit Allradantrieb unterwegs. Doch mit drei Jahren rückläufiger Neuzulassungen in Folge könnte sich der Markt allmählich stabilisieren. Die deutlichen Unterschiede zwischen Nord und Süd zeigen einmal mehr, wie stark geografische Gegebenheiten die Fahrzeugpräferenzen der Verbraucher prägen.