Erzbischof: Glaube hilft gegen Egoismus, Hass und Hassrede - Bambergs Erzbischof ruft zum Handeln in unsicheren Zeiten auf
Das Erzbistum Bamberg hat für das neue Jahr ein neues Leitmotiv gewählt: "Du bewegst die Welt." Erzbischof Herwig Gössl präsentierte die Botschaft in einer kürzlichen Ansprache und rief die Menschen dazu auf, globale Krisen mit Widerstandskraft zu begegnen. Seine Worte kommen zu einer Zeit, in der viele angaben, sich von den aktuellen Herausforderungen überfordert zu fühlen.
In seiner Rede an die Gläubigen erkannte Erzbischof Gössl die wachsende Ohnmacht und Verzweiflung an, die heute viele Menschen empfinden. Er betonte, dass der christliche Glaube in einer zunehmend unsicheren Welt einen festen Halt biete. Die Weitergabe dieses Glaubens, so seine Argumentation, gebe den Einzelnen ein Leitprinzip, an dem sie sich orientieren können.
Der Erzbischof verwies zudem auf das laufende Heilige Jahr, das vom verstorbenen Papst Franziskus ausgerufen wurde und sich auf Orte und Zeichen der Hoffnung konzentriert. Diese Hoffnung bezeichnete er als mehr als nur "billigen Trost" – sie sei in Gott verwurzelt und verleihe echte Kraft. Gössl zufolge wirkt der Glaube als mächtigste Waffe gegen Egoismus, Intoleranz, Hass und Hetze. Seine Aussagen stehen im Einklang mit dem neuen Motto des Erzbistums, das die Gläubigen dazu ermutigt, ihr eigenes Potenzial zu erkennen, um etwas zu bewirken. Der Leitspruch "Du bewegst die Welt" ist dabei weniger ein Aufruf zur passiven Haltung als vielmehr ein Appell zum Handeln angesichts von Widrigkeiten.
Die Botschaft des Erzbistums kommt in einer Phase globaler Instabilität, in der viele nach Orientierung suchen. Erzbischof Gössls Betonung des Glaubens als Quelle der Hoffnung und moralischen Klarheit zielt darauf ab, Gefühlen der Hilflosigkeit entgegenzuwirken. Im kommenden Jahr soll der Fokus darauf liegen, diese Werte in der Gemeinschaft zu stärken.