Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Dörthe ScheuermannBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Namensgebungsfeier findet am Donnerstag statt – an demselben Tag, an dem die Abgeordneten die Berliner Maikundgebungen vom 1. Mai auswerten. Friedländer, Ehrenbürgerin der Stadt, starb 2022 im Alter von 103 Jahren.
Die Zeremonie beginnt um 9:00 Uhr, kurz vor der Plenarsitzung, in der die Politiker über die jüngsten Ereignisse am 1. Mai beraten werden. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird während der Veranstaltung an Friedländer erinnern. Nach den Reden wird eine neue Namensplatte für den Platz enthüllt.
Die Maikundgebungen in Berlin verliefen größtenteils friedlich, doch die Polizei meldete mehrere Störungen. Rund 120 Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, darunter wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexueller Belästigung. Dutzende Personen wurden im Laufe des Tages vorläufig festgenommen.
Der umbenannte Platz soll fortan an das Leben und Wirken Friedländers erinnern. Gleichzeitig wird im Abgeordnetenhaus diskutiert, wie sich die Ereignisse am 1. Mai entwickelt haben und ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Sowohl die Namensgebung als auch die politische Debatte unterstreichen Berlins anhaltende Auseinandersetzung mit seiner Geschichte und der öffentlichen Sicherheit.






