26 March 2026, 18:35

Berlin setzt auf IBA 2037 statt Olympia – ein urbaner Neuanfang

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Berlin setzt auf IBA 2037 statt Olympia – ein urbaner Neuanfang

Berlin bereitet sich auf seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) vor, die von 2034 bis 2037 stattfinden soll. Der Senat der Stadt hat das Projekt offiziell unterstützt und rückt damit von einer möglichen Olympiabewerbung ab. Befürworter argumentieren, die IBA könne das städtische Gesicht Berlins prägen – doch die politische Begeisterung bleibt verhalten.

Mit der Entscheidung des Senats wird klar: Die IBA hat Vorrang vor anderen Großprojekten wie Olympischen Spielen oder einer Weltausstellung. Anders als die früheren Ausgaben in den 1950er- und 1980er-Jahren konzentriert sich diese IBA nicht auf großflächige Neubauten, sondern auf die Umgestaltung bestehender Stadtgebiete. Im Fokus stehen Flächen entlang des S-Bahn-Rings und der Radiallinien, wo brachliegende Areale, Infrastrukturaufwertungen und eine nachhaltige Flächennutzung vorangetrieben werden sollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt den Plan und bezeichnet ihn als historische Chance. Vorstandsmitglied Tobias Nöfer sieht in der IBA ein Instrument, um drängende städtische Herausforderungen anzugehen – von der Klimawandelanpassung bis zum Wohnungsbedarf. Besonders gelobt wird der Fokus auf Übergangsräume zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet, wo Entwicklungen Lücken in Infrastruktur und Gemeinschaftsflächen schließen könnten.

Während Befürworter betonen, IBA, Olympische Spiele und Expo ließen sich problemlos verbinden, zeigt sich die Berliner Koalitionsspitze bisher zurückhaltend. Die Priorisierung der IBA durch den Senat deutet auf einen vorsichtigeren, langfristigen Ansatz in der Stadtplanung hin.

Nun geht die IBA in die detaillierte Planungsphase, mit Schwerpunkt auf klimaresilienter Entwicklung und der Umnutzung bestehender Strukturen. Gelingt das Vorhaben, könnte es neue Maßstäbe für den urbanen Wandel in Berlin setzen. Aktuell gilt das Projekt jedenfalls als die vom Senat bevorzugte Vision – vor konkurrierenden Ideen wie einer Olympiabewerbung.

Quelle