25 April 2026, 10:33

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Skandal um Antisemitismus-Projekte zurück

Plakat von 1900 Berlin Secession mit einer Frau in rotem Kleid, die ein Objekt hält, mit Text zu den Ereignisdetails.

Berliner Kultursenatorin tritt nach Fördergeld-Skandal um Antisemitismus-Projekte zurück

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt nach Enthüllungen über rechtswidrige Vergabe von Millionen für Antisemitismus-Prävention zurück

Die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist von ihrem Amt zurückgetreten, nachdem ein Bericht offenlegte, dass Millionen an Fördergeldern für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig vergeben wurden. Der Rücktritt folgt scharfer Kritik des Berliner Rechnungshofs wegen finanziellen Fehlmanagements. Unterdessen verteidigte CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein Bürgermeister Kai Wegner und forderte eine erneute Konzentration auf die Bekämpfung von Antisemitismus in der Hauptstadt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Skandal kam ans Licht, nachdem der Rechnungshof festgestellt hatte, dass Mittel, die eigentlich für Antisemitismus-Initiativen bestimmt waren, unrechtmäßig verteilt worden waren. Daraufhin kündigte Wedl-Wilson ihren Rücktritt an, was Reaktionen aus dem gesamten politischen Spektrum auslöste. Ottilie Klein, Generalsekretärin der CDU, äußerte "großen Respekt" für die Entscheidung der Senatorin und würdigte deren Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Klein wies zugleich Versuche zurück, Bürgermeister Kai Wegner für die Fehlvergaben verantwortlich zu machen, und bezeichnete solche Vorwürfe als "unbegründet". Sie bestritt auch Gerüchte über einen Bruch mit dem Koalitionspartner SPD und stellte klar, dass der ehemalige Berliner Beamte Steffen Krach – mittlerweile Regionspräsident in Hannover – keine landespolitische Funktion mehr innehat. Seine jüngste Kritik sei "ein völlig durchsichtiges Manöver" und bloßer "Wahlkampflärm", so Klein.

Angesichts der politischen Folgen betonte Klein die Notwendigkeit, den Fokus wieder auf die wirksame Bekämpfung von Antisemitismus zu lenken. Sie forderte die Verantwortlichen auf, sicherzustellen, dass die fehlerhaft vergebenen Gelder schließlich bei den Gemeinschaften und Projekten ankommen, für die sie ursprünglich bestimmt waren.

Mit Wedl-Wilsons Rücktritt steht die Berliner Kulturverwaltung vor einem Übergangsprozess, während die Stadt die Erkenntnisse des Rechnungshofs aufarbeitet. Kleins Verteidigung Wegners und ihr Appell für mehr Engagement gegen Antisemitismus deuten auf den Versuch hin, die Handlungsfähigkeit der Koalition zu stabilisieren. Die nächsten Schritte umfassen eine Überprüfung der Vergabepraxis sowie die Einhaltung der finanziellen Vorschriften.

Quelle