Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew schließt zwei Werke – 430 Jobs in Sachsen-Anhalt bedroht
Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, wird seine Werke in Gardelegen und Idar-Oberstein bis Dezember schließen. Die Schließung folgt auf das Scheitern des Unternehmens, einen langfristigen Investor zu finden. Von der Entscheidung betroffen sind rund 430 Mitarbeiter.
Der Insolvenzverwalter hatte nach einem Käufer gesucht, doch ein geeigneter Investor ließ sich nicht finden. Die schwierigen Rahmenbedingungen in der deutschen Automobilbranche machten eine Rettung unmöglich. Trotz der Stilllegung sollen die Bemühungen um eine Lösung für Boryszew fortgesetzt werden.
Das Unternehmen ist auf Innenraumkomponenten für Fahrzeuge spezialisiert und beliefert unter anderem Schlüsselkunden wie die Volkswagen Group. Allerdings ist die Nachfrage nach solchen Teilen in den vergangenen zwei Jahren stark zurückgegangen. Produktionskürzungen bei Fahrzeugen, wirtschaftliche Probleme und Lieferkettenengpässe haben den Markt geschwächt.
Hohe Energiekosten und rückläufige Aufträge der Automobilhersteller verschärften die Lage zusätzlich. Viele Zulieferer, darunter auch Boryszew, verzeichneten sinkende Umsätze, da die Autohersteller ihre Produktion drosselten und Lagerbestände abbauten.
Die Produktion an beiden Standorten wird in den kommenden Monaten eingestellt, wodurch Hunderten von Arbeitnehmern der Job verloren geht. Das Insolvenzverfahren wird fortgeführt, während die Verwalter noch verbleibende Optionen prüfen. Die Schließung unterstreicht die größeren Herausforderungen, vor denen die deutsche Automobil-Zulieferkette steht.






