Gefährliche Produkte bleiben trotz EU-Warnungen im Online-Handel erhältlich
Oliver LinkeGefährliche Produkte bleiben trotz EU-Warnungen im Online-Handel erhältlich
Gefährliche Produkte bleiben trotz offizieller Warnungen auf großen Online-Shopping-Plattformen erhältlich
Trotz behördlicher Warnungen tauchen gefährliche Produkte weiterhin auf den größten Online-Handelsplattformen auf. Ein neuer Bericht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt anhaltende Lücken bei den Sicherheitskontrollen. Selbst nach EU-weiten Alarmmeldungen bleiben schädliche Artikel oft monatelang oder sogar noch länger im Angebot.
Der vzbv hat die EU-Datenbank zu Produktentfernungen durch Online-Marktplätze ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass allein im November 2025 auf den fünf größten deutschen Shopping-Plattformen fast 70 Millionen Angebote gelöscht wurden. Davon waren 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft worden.
Doch das Problem besteht weiter, weil der Abgleich mit der EU-Datenbank unvollständig bleibt. Diese Schutzlücke ermöglicht es, dass gefährliche Waren auch dann noch verkauft werden, wenn Behörden bereits Warnungen ausgesprochen haben. Der vzbv fordert nun strengere Maßnahmen, um unsichere Produkte von vornherein von einer Listung auszuschließen.
Laut Bericht versagen die aktuellen Schutzmechanismen darin, schädliche Produkte von den Verbrauchern fernzuhalten. Da Millionen gefährlicher Angebote weiterhin durchrutschen, besteht der vzbv auf bessere Kontrollen durch die Online-Plattformen. Die Verbraucherschützer verlangen, dass von EU-Behörden gemeldete Artikel automatisch blockiert werden, bevor sie überhaupt im Verkauf erscheinen.






